Haiti bei der Fußball-WMDer Stolz eines geplagten Landes

Lesezeit: 5 Min.

Heimspiele können sie nicht austragen: Haitis Fußballer werden nach einem Tor im Test gegen Neuseeland in Florida bejubelt.
Heimspiele können sie nicht austragen: Haitis Fußballer werden nach einem Tor im Test gegen Neuseeland in Florida bejubelt. Megan Briggs/Getty/ AFP

In Haiti regieren bewaffnete Banden, die Menschen leben in Armut. Aber die Fußballer haben es trotz aller Desaster zur WM geschafft. In den USA spielen sie auch für ihre von Trump beschimpften Landsleute.

Von Peter Burghardt, Washington

SZ bei Google bevorzugen

Aus Haiti, diesem geplagten, faszinierenden Land, kommen seit Jahren eher Horrorszenen als Bilder von Traumtoren. Es ist wie ein Fluch. Schwer gezeichnet war diese Inselhälfte in der Karibik schon früher, ein Putsch jagte den nächsten. Dann begann im Januar 2010 die neuere Serie der Katastrophen. Ein Erdbeben der Stärke 7,0 zerstörte Port-au-Prince und Umgebung – zu den eingestürzten Gebäuden gehörten auch der weiß getünchte Präsidentenpalast und das Hauptquartier des haitianischen Fußballverbandes, in dem mehr als 30 Funktionäre starben.

Zur SZ-Startseite

Start der Fußball-WM
:Zeit für Abschiedstränen

Was an dieser Fußball-WM untragbar ist? Eigentlich fast alles. Zumindest beim Ausrichter USA – und bei der Fifa. Gianni Infantino behauptet trotzdem, das Turnier werde „die Welt vereinen“. Man möchte antworten: „Shut up!“

SZ PlusEssay von Boris Herrmann

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: