Fußball-WMDer König bekommt kein Geschenk

Lesezeit: 1 Min.

Kommt der König gelaufen: Mohamed Salah (vorn)  wusste an seinem 34. Geburtstag durchaus zu überzeugen, letztlich reichte es für die Ägypter wieder nicht zum ersten Sieg bei einer WM.
Kommt der König gelaufen: Mohamed Salah (vorn)  wusste an seinem 34. Geburtstag durchaus zu überzeugen, letztlich reichte es für die Ägypter wieder nicht zum ersten Sieg bei einer WM. Nico Vereecken/Photo News/Imago

Ägyptens Kapitän Mohamed Salah zeigt an seinem 34. Geburtstag eine starke Leistung, muss sich aber trotz Führung mit einem 1:1-Remis gegen überlegene Belgier zufriedengeben.

SZ bei Google bevorzugen

Am 34. Geburtstag von „König“ Mohamed Salah hat Ägypten seinen historischen ersten Sieg bei einer WM verpasst. In der Mittagshitze von Seattle kamen die „Pharaonen“ bei ihrer vierten Teilnahme an einer Endrunde immerhin zu einem 1:1 (1:0) gegen überlegene Belgier. Der Partycrasher war Mohamed Hany, dem in höchster Bedrängnis durch den erst 23 Sekunden zuvor eingewechselten Romelu Lukaku ein Eigentor unterlief (66.).

Emam Ashour (20.) vom ägyptischen Rekordmeister Al-Ahly aus Kairo hatte die zunächst äußerst clever agierenden Ägypter in Führung gebracht. Belgien rannte anfangs vergeblich gegen ein stabiles Abwehrbollwerk an, steigerte sich nach der Pause aber deutlich. Die beste Chance zum Ausgleich hatte in der abwechslungsreichen zweiten Halbzeit zunächst Kevin De Bruyne vergeben: Mit einem Freistoß traf er nur den Pfosten (52.).

Ägypten ließ die Roten Teufel mit ihren zahlreichen „Ü30“-Spielern wie De Bruyne (34) durchweg das Spiel machen, verteidigte aggressiv und setzte auf schnelles Umschaltspiel. Chancen besaß die Mannschaft um Superstar Salah, der den Treffer von Ashour einleitete, eine Viertelstunde vor Schluss aber ausgewechselt wurde, nur wenige – gefährlich aber wurde es für Belgien dabei immer.

Die „Goldene Generation“ der Belgier nähert sich langsam ihrem Ruhestand

Weil sich die „Goldene Generation“ der Belgier mittlerweile ihrem Ruhestand nähert, hatte Trainer Rudi Garcia seine Auswahl zum Außenseiter erklärt. Für den französischen Trainer, der im Januar 2025 die Nachfolge von Domenico Tedesco übernommen hatte, trotzdem kein Grund, an ein Vorrunden-Aus wie 2022 zu denken: „Wir brauchen uns vor niemandem zu fürchten.“

Das Duell bei High Noon und 32 Grad lief aber zunächst nicht so wie erwünscht. Die Ägypter, zuletzt bei der WM 2018 in Russland bereits in der Gruppenphase gescheitert, standen sicher. Vor allem die beiden Strategen De Bruyne und Youri Tielemans von Europa-League-Sieger Aston Villa kamen nicht zur Entfaltung.

Die Belgier, ewiger Geheimtipp, seit Rang drei bei der WM 2018 allerdings auf dem absteigenden Ast, erhöhten nach der Pause den Druck, fanden mit klareren Aktionen auch zunehmend Lücken. Nach dem Pfostentreffer von De Bruyne häuften sich die Chancen. Ägypten ließ nach, hätte aber durch den früheren Frankfurter Omar Marmoush die Führung vor dem Ausgleich auch ausbauen können.

© SZ/sid - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Spanien bei der WM 2026
:Der Europameister verzweifelt an einem 40-jährigen Kapverdier

Die WM hat ihre erste Sensation: Spanien spielt zum Auftakt trotz großer Überlegenheit nur 0:0 gegen Debütant Kapverden. Der Mann des Tages: Torwart Vozinha.

Von Claudio Catuogno

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: