WM 2010: Einzelkritik DeutschlandFeine Füße, schwere Last

Ein unheimlicher Abwehrchef, ein lieber Bruder und ein zappeliger Stürmer. Die deutschen Spieler zeigen gegen Ghana ihr Talent und ihre Nervosität. Die Einzelkritik.

Beim 1:0-Erfolg gegen Ghana zeigen die deutschen Spieler ihr Talent, aber auch ihre Nervosität. Die deutschen Spieler in der Einzelkritik.

Manuel Neuer: Deutschlands Ampelkoalition im Tor: Trug im ersten Spiel grün, im zweiten Spiel gelb, diesmal rot. In seinem dritten WM-Spiel durfte er zum ersten Mal maßgebend mitwirken. Gute Szenen, wenn es darum ging, mitzuspielen und den Spielfluss zu starten. Zunächst weniger gute Szenen, wenn es vor seinem Tor eng und unübersichtlich wurde. Dann strahlte er nicht die Ruhe eines Routiniers aus, der er aber auch nicht ist. Mildernder Umstand: Sein routinierter Vordermann Mertesacker trug nicht gerade zur Beruhigung bei. Eher zur Beunruhigung. Rettete direkt nach der Pause gegen Kwadwo Asamoah - das war, auch ohne Routine, ziemlich großartig. Hielt die deutsche Mannschaft damit im Spiel. Danach souverän und sicher - fast wie ein Routinier.

Bild: afp 23. Juni 2010, 22:452010-06-23 22:45:56 © SZ vom 24.06.2010/dop