WM 2010: Einzelkritik Deutschland – Miroslav Klose

Hatte schon nach 24 Minuten das Halbfinale auf dem Fuß. Ballerte den Ball nach Müllers Vorlage über die Latte. Nach der Löwschen Maxime, dass man sich gegen Argentinien keine Fehler erlauben darf, war dies ein schlimmer Fehltritt. Nach 67 Minuten hatte er dann den Vorteil beim besten Willen nicht mehr vorbeischießen zu können. Nutzte Özils wunderbare Flanke zu seinem 14. WM-Tor und hat damit Gerd Müller eingeholt. Nur noch eins fehlt auf Rekordschütze Ronaldo. Doch auch für Klose gilt nach dieser wieder starken Leistung: Wer ihn verpflichtet, muss auch den Trainer Löw holen.

Marcell Jansen Kam für den müden Boateng. Raste gleich wie ein Wilder nach vorne und beteiligte sich an den giftigen Kontern.

Toni Kroos Wer dachte, Müller, Özil, Boateng, Khedira sind die deutsche Gegenwart und Zukunft, der bekam auch gleich die nächste Zukunft serviert: Den 20-jährigen Toni Kroos, der wie selbstverständlich die letzten Minuten eine WM-Viertelfinals herunterspielte.

Piotr Trochowski Durfte sich fünf Minuten lang auf sein größtes Spiel vorbereiten. Weil Thomas Müller im Halbfinale gesperrt sein wird, muss Trochowski am Mittwoch im Durban wohl rechts offensiv ran.

Bild: ag.ddp 3. Juli 2010, 18:362010-07-03 18:36:43 © sueddeutsche.de/segi