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Wintersport:Deutsche Biathletinnen mit historisch schlechtem Rennen

Kein guter Ort für deutsche Biathletinnen: Hochfilzen (Archivbild von 2018)

(Foto: AFP)

Beim Sprint in Hochfilzen erreicht keine DSV-Athletin einen Platz unter den ersten 40 - auch fürs Männer-Team läuft es noch nicht rund. Bayern-Trainer Flick will trotz Personalproblemen neun Punkte bis zur Winterpause.

Biathlon, Weltcup: Die deutschen Biathletinnen sind mit einer historischen Klatsche in den Weltcup im österreichischen Hochfilzen gestartet. Im Sprint über 7,5 Kilomter verpassten die Athletinnen des Deutschen Skiverbandes (DSV) am Freitag allesamt die Top 40, Verfolgungs-Weltmeisterin Denise Herrmann (Oberwiesenthal) kam als beste Deutsche auf Rang 41. Noch nie hatten die DSV-Frauen zuvor im Weltcup so schlecht abgeschnitten. Schon beim Weltcup-Auftakt in Östersund waren sie ohne Podestplatz geblieben.

Der Sieg ging wie schon im ersten Saisonsprint an Gesamtweltcup-Gewinnerin Dorothea Wierer (Italien/1 Strafrunde). Dahinter folgten Ingrid Landmark Tandrevold (Norwegen/0/5,9 Sekunden zurück) und Swetlana Mironowa (Russland/1/+18,3). Herrmann leistete sich drei Fehler am Schießstand und wies 1:28,3 Minuten Rückstand auf Wierer auf, am ARD-Mikrofon sprach sie von einer "ziemlichen Katastrophe" und einem "Scheißrennen". Aufgrund der hohen Hypothek droht den deutschen Biathletinnen im Verfolger über 10 Kilometer am Sonntag (12.00 Uhr) die nächste Pleite.

Im Rennen der Männer belegte Benedikt Doll als bester deutscher Athlet den elften Platz. Der ehemalige Weltmeister aus dem Schwarzwald leistete sich am Freitag zwei Schießfehler und hatte beim Sieg des Norwegers Johannes Thingnes Bö im Ziel nach zehn Kilometern 40,7 Sekunden Rückstand. In Österreich schaffte es der Franzose Simon Desthieux (1 Fehler) vor dem fehlerfreien Russen Alexander Loginow auf Rang zwei. Loginow, der wegen Epo-Dopings bereits zwei Jahre gesperrt war, gelang im Pillerseetal die Rückkehr auf die Podiumsplätze.

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Zweitbester Deutscher auf den WM-Strecken von 2017 war Philipp Horn (2) auf Platz 19. Noch dahinter reihten sich Johannes Kühn (3), Arnd Peiffer (2) und Simon Schempp (2) auf den Plätzen 20, 24 und 26 ein. Erik Lesser (3) verpasste nach einem schwachen Auftritt als 70. sogar die Qualifikation für das Verfolgungsrennen am Samstag. Keiner der sechs deutschen Skijäger blieb ohne Schießfehler.

Bundesliga, FC Bayern: Hansi Flick geht mit dem FC Bayern trotz erheblicher Personalprobleme mit einer klaren Zielsetzung in den Jahresendspurt. "Wir wollen die Hinrunde mit drei Siegen beenden", sagte der Münchner Trainer mit Blick auf die noch drei Partien vor Weihnachten am Samstag (15.30 Uhr) gegen Werder Bremen sowie in Freiburg und gegen den VfL Wolfsburg.

Die Bayern brauchen als Tabellensiebter diese neun Punkte, um nach den jüngsten Niederlagen gegen Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach eine Aufholjagd einzuleiten. Der Rückstand auf Spitzenreiter Gladbach beträgt sieben Punkte. "Die drei Spiele werden schwer, auch mit unserer personellen Situation", sagte Flick.

Gegen Bremen fehlen zusätzlich Kingsley Coman, der sich beim 3:1 gegen Tottenham Hotspur in der Champions League am Knie verletzte, und der gesperrte Javi Martínez. Den Spanier dürfte in der Abwehr David Alaba ersetzen. Der 27 Jahre alte Österreicher hat eine leichte Beckenstauchung überwunden. Corentin Tolisso fällt wegen muskulärer Probleme dagegen auch gegen die Bremer aus. Den geschrumpften Kader will Flick gegen Werder mit vier Nachwuchsakteuren auffüllen.

RB Leipzig, Transfers: Trainer Julian Nagelsmann von RB Leipzig hat bestätigt, dass er sich mit dem norwegischen Shootingstar Erling Haaland (19) getroffen hat. "Ich habe mich bemüht, ihm in gutem Englisch meine Idee von Fußball zu erklären. Ich glaube, es war ein gutes Gespräch, aber es gibt nichts Neues zu verkünden", sagte Nagelsmann vor dem Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf am Samstag (18.30 Uhr/Sky).

Seit Tagen wird kolportiert, dass der umworbene Stürmer von Red Bull Salzburg vor einem Wechsel in die Bundesliga stehe und Gespräche mit Borussia Dortmund und RB Leipzig geführt habe. Auf die Frage, ob Leipzig im Falle eines Bundesligasieges am Dienstag in Dortmund die besseren Karten hätte als der BVB, meinte Nagelsmann mit einem Schmunzeln: "Da müssen wir ihn fragen, aber es könnte ein Argument sein." Nagelsmann betonte, dass man nicht unbedingt im Winter auf dem Transfermarkt zuschlagen müsse. Es sei zwar immer die Aufgabe von ihm und Sportdirektor Markus Krösche, nach Verstärkungen Ausschau zu halten, "doch ich sehe jetzt keinen zwingenden Bedarf", so Nagelsmann.

Handball, WM: Die deutschen Handballerinnen haben die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2020 verspielt. Die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener verlor bei der WM in Japan das entscheidende Spiel um Platz sieben gegen Schweden nach einer ganz schwachen Leistung mit 24:35 (13:18) und beendete das Turnier durch die dritte Niederlage hintereinander auf Platz acht. Damit haben die DHB-Frauen keine Chance mehr, das anvisierte Ticket für ein Qualifikationsturnier für Tokio zu lösen.

"Das ist eine riesige sportliche Tragödie", sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer: "Vor allem für die Mädchen, die wochenlang für das große Ziel Olympia-Qualifikation gearbeitet haben. Für den ganzen Staff, der Tag und Nacht für dieses Projekt gearbeitet hat. Und natürlich für den Deutschen Handballbund, der das große Ziel hatte, mit zwei Mannschaften nach Tokio zu reisen im Jahr 2020. Das ist eine Sache, die uns als Sportart sehr wehtut und den Mädels sehr wehtut. Deswegen bin ich sehr traurig."

"Das ist eine große Enttäuschung. Wir hatten große Hoffnungen auf die Olympischen Spiele, aber wir hatten heute nur Energie für 20 Minuten", sagte Coach Groener. Kreisläuferin Julia Behnke meinte: "Ich bin fassungslos. Das war ein Auftritt, der absolut unzufriedenstellend und enttäuschend ist." Zwei Tage nach dem geplatzten Halbfinal-Traum gegen Norwegen (29:32) erfüllten sich auch die Hoffnungen auf die erste Olympia-Teilname seit 2008 nicht. Beste deutsche Werferin zum Turnierabschluss gegen Schweden war Alicia Stolle mit sechs Treffern. 8:4 führten Kapitänin Kim Naidzinavicius und Co. nach 13 Minuten im Park Dome, ehe die Skandinavierinnen binnen sieben Minuten ausglichen (20.) und bis zur Pause auf fünf Treffer davonzogen. Ein deutsches Aufbäumen im zweiten Abschnitt blieb aus. Spätestens beim 16:26 nach einer Dreiviertelstunde war die Partie zugunsten der Schwedinnen, die sich bereits bei der EM 2018 ein Ticket für ein Olympia-Qualifikationsturnier gesichert hatten, entschieden.

Basketball, NBA: Luka Doncic hat die Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA zurück in die Erfolgsspur geführt. Der 20-Jährige kam beim 122:111 der Texaner bei den Detroit Pistons auf überragende 41 Punkte, 12 Rebounds und 11 Assists und verbuchte damit sein bereits achtes Triple-Double der Saison. Zudem durchbrach der Slowene das zweite Mal in seiner Karriere die 40-Punkte-Marke. Die Mannschaft um den deutschen Nationalspieler Maximilian Kleber, der auf fünf Punkte kam, schüttelte damit die jüngste Pleite gegen die Sacramento Kings (106:110) ab, es war ihr sechster Sieg aus den vergangenen sieben Spielen. In der Western Conference liegt Dallas mit 17 Siegen bei 7 Niederlagen weiterhin auf dem dritten Rang.

Eine Niederlage gab es für Daniel Theis, der mit den Boston Celtics im Spitzenspiel im Osten 109:115 gegen die Philadelphia 76ers verlor. Der 27-jährige Theis aus Salzgitter verbuchte gute 16 Punkte, fünf Rebounds und einen Assist. Für den Rekordmeister (17 Siege/7 Niederlagen) war es die zweite Niederlage in Serie. Herausragender Akteur auf Seiten Philadelphias war der Kameruner Joel Embiid (38 Punkte).

Eishockey, DEL: Die Eisbären Berlin haben ihre Negativserie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gestoppt. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge setzten sich die Berliner gegen die Düsseldorfer EG mit 3:1 (0:1, 0:0, 3:0) durch. Dadurch festigten die Hauptstädter mit 42 Punkten den vierten Platz, die DEG (37) bleibt zunächst Achter. Erst drei Treffer im letzten Drittel durch James Sheppard (44./49.) und Maxim Lapierre (56.) erlösten einen Großteil der 10.126 Zuschauer in Berlin. Den Düsseldorfern war zuvor ein Traumstart gelungen, Luke Adam traf schon nach 71 Sekunden zur Führung für den achtmaligen deutschen Meister. Die Gastgeber waren in der Folge überlegen, scheiterten allerdings oft an Mathias Niederberger (32 Paraden) im DEG-Tor.

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