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Wintersport:Björndalen und Domratschewa werden Trainer in China

Björndalen und Domratschewa

Arbeiten nun in China: Björndalen und Domratschewa

(Foto: dpa)

Die Biathlon-Legenden haben einen neuen Job. Der erfolgreiche Hengst Justify steht unter Dopingverdacht. Der langjährige Anderlecht-Manager Van Holsbeeck wird verhört.

Wintersport, Biathlon: Knapp 18 Monate nach seinem Karriereende hat Norwegens Biathlon-Legende Ole Einar Björndalen einen neuen Job. Der 45-Jährige übernimmt als Chefcoach die chinesischen Skijäger und soll sie mit Blick auf die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking näher an die Weltspitze bringen. Während Björndalen in übergeordneter Funktion für alle Teams zuständig ist, wird seine Frau Darja Domratschewa Trainerin der Damen-Mannschaft. "Wir konzentrieren uns darauf, ein hochprofessionelles Team aufzubauen. Natürlich nutzen wir gerne die Chance und helfen unserem Lieblingssport, sich weltweit zu entwickeln, in Ländern, in denen Biathlon und alle Wintersportarten ein enormes Potenzial haben", teilte der Rekord-Olympiasieger und Weltmeister am Donnerstag mit. Der sechsmalige Weltcupgesamtsieger Björndalen hatte im Frühjahr 2018 seine einmalige Erfolgskarriere beendet. Auch seine Frau Darja Domratschewa, viermalige Olympiasiegerin aus Weißrussland, hörte daraufhin auf. Beide haben die mittlerweile fast dreijährige Tochter Xenia.

Pferdesport, Dopingverdacht: Schwere Vorwürfe gegen "Triple Crown"-Sieger Justify: Der Hengst, der im vergangenen Jahr als 13. Pferd der Geschichte die wichtigsten drei Rennen im US-Galoppsport für Dreijährige gewonnen hat, soll vor dem Kentucky-Derby durch einen Dopingtest gefallen sein. Das berichtet die New York Times. Demnach hätte Justify, dessen Karriere vor rund einem Jahr aufgrund von Knöchelproblemen abrupt endete, nicht starten dürfen. Laut der Times wurden bei Justify, der 2018 neben dem Sieg beim Derby auch bei den Belmont Stakes sowie bei den Preakness Stakes in Baltimore triumphiert hatte, sogenannte Scopolamine nachgewiesen. Die chemischen Verbindungen sind verboten, weil sie eine potenziell leistungssteigernde Wirkung haben.

Fußball, Belgien: Der langjährige Manager des belgischen Fußball-Rekordmeisters RSC Anderlecht, Herman Van Holsbeeck (64), ist bei Ermittlungen um finanzielle Manipulationen im Profi-Fußball des Landes verhört worden. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Brüssel bestätigte am Donnerstag die Vernehmung einer Person. Einem Bericht der Zeitung "La Dernière Heure" zufolge handelt es sich um Van Holsbeeck. Er war von 2003 bis 2018 Manager des RSC Anderlecht und arbeitet jetzt als Spielervermittler. Die Befragung des prominenten Fußballmanagers gehört zu Ermittlungen, die im April mit Durchsuchungen beim RSC Anderlecht begannen. Damals hatte die belgische Behörde den Sitz des nationalen Fußballverbands sowie Einrichtungen des Rekordmeisters RSC Anderlecht durchsucht. Es bestand der Verdacht auf organisierte Kriminalität. Am Dienstag und Mittwoch wurden mehrere Gebäude in Belgien, Monaco und London durchsucht. Zwei Spielervermittler wurden festgenommen.

Fußball, Österreich: Der nach dem großen Fußball-Wettskandal in Österreich verurteilte Ex-Nationalspieler Sanel Kuljić hat behauptet, dass in der österreichischen Bundesliga weiter Spiele verschoben werden. "Ja, es werden in Österreichs höchster Liga weiterhin Spiele manipuliert", sagte Kuljić der "Kronen-Zeitung". Der 41-Jährige nannte dem Blatt zwei konkrete Partien aus der Saison 2018/2019. "Aber es sind mehr", so Kuljić. Der 20-fache österreichische Nationalspieler (drei Tore) war 2014 im Prozess um die bislang größte Wettbetrugs-Affäre im österreichischen Fußball zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Insgesamt waren zehn Personen, darunter fünf Spieler, wegen der versuchten Manipulation von 18 Spielen der beiden österreichischen Topligen zwischen November 2004 und Oktober 2013 angeklagt. Acht von ihnen wurden verurteilt. In dem Prozess ging es unter anderem um mögliche Absprachen zwischen Spielern. Kuljić sagte der "Kronen-Zeitung", dass er Angst um sein Leben habe. Die Drahtzieher des Wettbetrugs hätten über einen ehemaligen Mithäftling wieder versucht, mit ihm Kontakt aufzunehmen. Er selbst wolle mit den Betrügern aber nichts mehr zu tun haben und stattdessen ein Buch über den Skandal verfassen.

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