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Winterspiele 2026:Mailand oder Stockholm?

Neues Hauptquartier des IOC in der Schweiz

Heute entscheidet das IOC über den Ort der Winterspiele 2026.

(Foto: dpa)
  • An diesem Montag entscheidet das IOC, ob die Winterspiele 2026 in Mailand oder in Stockholm stattfinden.
  • Beide Bewerber setzen auf bereits vorhandene Sportstätten. Das sorgt für lange Wege - sichert aber den Rückhalt der Bevölkerung.
  • Für das Wintersportland Schweden wären es die ersten Winterspiele der Geschichte.

Die Nachhaltigkeit soll zum entscheidenden Faktor werden, wenn das Internationale Olympische Komitee an diesem Montagabend die Winterspiele 2026 an Mailand/Cortina d'Ampezzo oder Stockholm vergibt. "Wir sind zufrieden, dass beide Kandidaten der Agenda 2020 folgen", sagte IOC-Präsident Thomas Bach über das Reformwerk seiner Organisation, das Kostensenkung als eines der Ziele ausgibt. Die früher üblichen Mammutausgaben für neue Sportanlagen wurden sowohl von Stockholm als auch von Mailand reduziert. Beide Städte setzen zu über 80 Prozent auf vorhandene oder temporäre Anlagen.

Das hat auch zur Folge, dass nicht mehr von Olympischen Spielen der kurzen Wege gesprochen werden kann. Stockholm hat drei weitere Austragungsorte eingebunden: Åre, Falun und Sigulda (Lettland), das auf der anderen Seite der Ostsee liegt. Mailand kooperiert mit dem über 400 Kilometer entfernten Cortina d'Ampezzo, das 1956 Gastgeber von Winterspielen war.

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Stockholm hatte zuletzt Schwierigkeiten, Rückhalt in der schwedischen Bevölkerung zu finden, setzt aber auf eine neue Umfrage. Demnach sei die Anzahl der Befürworter von 55 auf 63 Prozent gestiegen, wie Stockholms Bewerbungschef Richard Brisius mitteilte. Nur noch elf Prozent im Land seien gegen die Spiele. Schweden sei eine "echte Winternation", sagte Brisius, obwohl es noch nie Winterspiele ausgerichtet hat. Allerdings gab es auch Probleme. Das IOC hatte Stockholm in einem Brief vom 14. Juni aufgefordert, weitere Belege für staatliche Garantien einzureichen. Beide Bewerber kommen mit einem kleinen Etat von gut 1,3 Milliarden Euro aus.

Italien war bereits 2006 mit Turin Winterspiele-Ausrichter. Mailand setzt auf den Zuspruch in Italien, der von Beginn an größer war als in Schweden und bei 83 Prozent liegt. "Noch nie hat es so viel Enthusiasmus um eine italienische Olympia-Bewerbung gegeben", behauptete Premierminister Giuseppe Conte, der mit den Skisportlern Alberto Tomba und Sofia Goggia bei der Präsentation am Montag in Lausanne auftritt. Schweden schickt Kronprinzessin Victoria und Regierungschef Stefan Löfven ins Rennen und vielleicht noch mehr. "Ich fürchte, sie werden Abba zur Unterstützung mitbringen", unkte Italiens Sportminister Giancarlo Giorgetti.

Im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion soll die Eröffnungsfeier stattfinden, in Veronas Amphitheater das Abschlussfest. Weitere Olympia-Standorte sind Cortina d'Ampezzo (Alpin-Ski, Bob und Rodeln), Antholz (Biathlon) und Val di Fiemme (Skilanglauf, Nordische Kombination).

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