Grand-Slam-Turnier in LondonSinner schlägt Zverev - Noskova jubelt bei den Frauen

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Mit Dach und zu Beginn noch richtig Grün: der prestigeträchtige Centre-Court im All England Club in London.
Mit Dach und zu Beginn noch richtig Grün: der prestigeträchtige Centre-Court im All England Club in London. Kin Cheung/AP/dpa

Nach dem Sieg bei den French Open hat Alexander Zverev auch beim dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres überzeugt. Der Deutsche erreichte erstmals das Finale. Dort war der Weltranglistenerste zu stark.

Von Michael Schnippert

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Was waren das für zwei Monate für Alexander Zverev. Nach dem Triumph bei den French Open in Paris, hat der 29-Jährige erstmals das Endspiel in Wimbledon erreicht. In vier Sätzen musste er sich dem Weltranglistenersten Jannik Sinner geschlagen geben. Doch anders als bei den bisherigen Niederlagen 2026 hielt Zverev stark mit. Er kann sich mit rund zwei Millionen Euro Preisgeld trösten und der Statistik, dass er der erste Deutsche und der erst der 13. Mann überhaupt ist, der alle Grand-Slam-Finals erreicht hat.

Bei den Frauen gewann die 21-jährige Linda Noskova das tschechische Finale gegen Karolina Muchova in einem packenden Drei-Satz-Match und fast 2,5 Stunden Spielzeit. Noskova hatte alles im Griff, vergab aber im zweiten Satz fünf Matchbälle. Der sechste erlöste die junge Tschechin und brachte ihr 4,2 Millionen Euro Preisgeld.

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Vier deutsche Männer und fünf Frauen haben es ins Hauptfeld geschafft. In Runde 1 schieden schon fünf aus: Tamara Korpatsch,  Eva Lys, Ella Seidel und Vorjahres-Viertelfinalistin Laura Siegemund sowie Daniel Altmaier. Für Tatjana Maria und Yannick Hanfmann war in der zweiten Runde Schluss.

Nur Jan-Lennard Struff und Alexander Zverev kamen weit. Struff gewann seine Zweitrunden-Partie im Match-Tiebreak mit 10:7 gegen Nakashima. Zverev ließ Royer keine Chance.

Sensationell besiegte Struff den favorisierten Russen Daniil Medwedjew in drei Sätzen. Im letzten Satz holte er ein 2:5 auf. Zverev wiederum ließ Giron in der dritten Runde keine Chance und besiegte den US-Amerikaner trotz einiger Schwierigkeiten in drei Sätzen.

Im Achtelfinale holte Struff einen 2:0-Satzrückstand auf und glich aus. Gegen Ende des 4. Satzes war Hurkacz körperlich gezeichnet und gab im fünften Satz verletzt auf. Zverev musste sein Achtelfinale auf zwei Tage verteilt spielen und siegte trotz einiger Schwierigkeiten gegen Jiri Lehecka.

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Für Struff war gegen Jannik Sinner Schluss. Er lieferte gegen den Weltranglistenersten einen harten Kampf, hatte aber in den entscheidenden Punkten das Nachsehen.

Mit einer brillanten Leistung spielte sich Zverev ins Halbfinale. Fritz, gegen den er zuletzt sieben Niederlagen in Folge hinnehmen musste, hatte keine Chance. Am Freitag ging es gegen den Lokalmatador Arthur Fery, der es mit einer Wildcard ins Halbfinale geschafft hat.

Im ersten Satz hatte Zverev noch ein paar Probleme - bis zum Tiebreak, in dem er keinen Punkt abgab. Danach war beinahe Einbahnstraßentennis. Mit 6:2 und 6:4 zog Zverev in sein zweites Grand-Slam-Finale in Folge.

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Finale

  • 12. Juli: Alexander Zverev - Jannik Sinner (ITA) 7:6, 6:7, 3:6, 4:6

Halbfinale

  • 10. Juli: Alexander Zverev - Arthur Fery (GBR) 7:6, 6:2, 6:4

Viertelfinale

Achtelfinale

  • 5. Juli: Jan-Lennard Struff - Hubert Hurkacz (POL) 3:6, 6:7, 7:6, 7:5, 4:2 Aufgabe Hurkacz
  • 7. Juli: Alexander Zverev - Jiri Lehecka (CZE) 6:4, 7:5, 3:6, 7:6

3. Runde:

  • 3. Juli: Jan-Lennard Struff - Daniil Medwedjew (WOR) 7:6, 7:6, 7:5
  • 4. Juli: Alexander Zverev - Marcus Giron (USA) 6:2, 7:6, 6:4

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2. Runde

  • 1. Juli: Tatjana Maria - Iva Jovic (USA) 1:6, 2:6
  • 2. Juli: Jan-Lennard Struff - Brendan Nakashima (USA) 4:6, 7:6, 7:6, 6:7 7:6
  • Do, 2. Juli, circa 16.10 Uhr: Alexander Zverev - Valentin Royer (FRA) 6:1, 6:3, 7:6
  • Do, 2. Juli, circa 17 Uhr: Yannick Hanfmann - Karen Chatschanow (WOR) 3:6, 3:6, 4:6

1. Runde

  • Mi, 1. Juli: Daniel Altmaier - Alex Molcan (SVK) 4:6, 6:3, 5:7, 2:6
  • 30. Juni: Yannick Hanfmann - Giovanni Mpetshi Perricard (FRA) 4:6, 7:6, 6:2, 6:3
  • 30. Juni: Alexander Zverev - Alexander Blockx (BEL) 6:4, 6:7, 7:6, 7:6
  • 30. Juni: Laura Siegemund - Elise Mertens (BEL) 2:6, 4:6
  • 30. Juni: Eva Lys - Diana Shnaider (WOR) 5:7, 1:6
  • 30. Juni: Ella Seidel - Linda Noskova (CZE) 4:6, 3:6
  • 29. Juni: Tatjana Maria - Julia Putinzewa (KAZ) 6:4, 6:4
  • 29. Juni: Jan-Lennard Struff - Sebastian Baez (ARG) 6:1, 7:6, 4:6, 2:6, 7:5
  • 29. Juni: Tamara Korpatsch - Coco Gauff (USA) 2:6, 1:6

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Wimbledon 2026 im TV und Livestream

Die Übertragungsrechte für „The Championships“ liegen bei Amazon Prime. Der Streamingdienst ermöglicht Zuschauern, Spiele auf acht Courts zu sehen. Vom 29. Juni bis 6. Juli startet die Übertragung jeweils um 12 Uhr mit der Analyse im Studio und den Außencourts. Ab 14 Uhr laufen die ersten Matches auf Court 1. Ab 14.30 Uhr wird dann auch Live-Tennis vom Centre Court gezeigt, wenn dort das erste Spiel des Tages beginnt. Beide Plätze stehen in einem Einzelstream zur Verfügung. Welche sechs Außencourts ab 12 Uhr übertragen werden, entscheidet Amazon tagesaktuell je nach Ansetzung.

Neben Andrea Petkovic werden in diesem Jahr auch Angelique Kerber (Wimbledon-Siegerin von 2018) und Tommy Haas (Wimbledon-Halbfinalist 2009) als Experten am Mikrofon zu hören sein. Ebenfalls dabei sind unter anderem der Wimbledonsieger von 1991, Michael Stich, sowie Mischa Zverev und Barbara Rittner. Insgesamt begleiten zwölf verschiedene Kommentatoren die Matches.

  • 29. Juni bis 6. Juli, ab 12 Uhr: 1. Runde bis Achtelfinale
  • 7. und 8. Juli, ab 14 Uhr: Viertelfinale
  • 9. und 10. Juli, ab 14.30 Uhr: Halbfinale
  • 11. Juli, ab 17 Uhr: Finale der Frauen
  • 12. Juli, ab 17 Uhr: Finale der Männer

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Wie viel Preisgeld wird vergeben?

Männer und Frauen erhalten das gleiche Preisgeld. Wer es in die erste Runde schafft, darf sich bereits über rund 92.000 Euro freuen. Die Turniersieger im Einzel bekommen je etwa 4,2 Millionen Euro. Insgesamt werden 74,3 Millionen Euro verteilt, was rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr sind.

  • Turniersieger: rund 4,2 Millionen Euro
  • Finalist: rund 2 Millionen Euro
  • Halbfinale: rund 1,04 Millionen Euro
  • Viertelfinale: rund 556.000 Euro
  • Achtelfinale: rund 347.000 Euro
  • 3. Runde: rund 214.000 Euro
  • 2. Runde: rund 146.000 Euro
  • 1. Runde: rund 92.000 Euro

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Wimbledon-Sieger und -Siegerinnen seit 2015

  • 2025: Jannik Sinner (ITA) / Iga Swiatek (POL)
  • 2024: Carlos Alcaraz (ESP) / Barbora Krejcikova (CZE)
  • 2023: Carlos Alcaraz (ESP) / Marketa Vondrousova (CZE)
  • 2022: Novak Djokovic (SRB) / Elena Rybakina (KAZ)
  • 2021: Novak Djokovic (SRB) / Ashleigh Barty (AUS)
  • 2020: (Turnier abgesagt wegen COVID-19)
  • 2019: Novak Djokovic (SRB) / Simona Halep (ROU)
  • 2018: Novak Djokovic (SRB) / Angelique Kerber (GER)
  • 2017: Roger Federer (SUI) / Garbiñe Muguruza (ESP)
  • 2016: Andy Murray (GBR) / Serena Williams (USA)
  • 2015: Novak Djokovic (SRB) / Serena Williams (USA)
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