Wildcard für Basketballer FC Bayern darf in der Euroleague starten

Die Basketballer des FC Bayern bekommen erstmals eine Wildcard für die Euroleague, Alba Berlin geht leer aus. Zinedine Zidane soll Reals neuen Cheftrainer Carlo Ancelotti unterstützen. Werder Bremen verpflichtet einen Italiener.

Basketball, Euroleague: Basketball-Bundesligist Bayern München spielt in der kommenden Saison erstmals in der Euroleague. Das Team von Trainer Svetislav Pesic erhält eine der begehrten Wildcards für die "Königsklasse" und vertritt neben Meister Brose Baskets Bamberg die deutschen Farben. Das geht aus der vorläufigen Liste hervor, die am Mittwoch von der Euroleague veröffentlicht wurde. Die formelle Bestätigung der Wildcard-Vergabe erfolgt am 3. Juli. "Wir freuen uns über den positiven Bescheid im Wildcard-Verfahren und haben das uns unterbreitete Angebot zur Teilnahme an der Euroleague gerne angenommen", sagte Bayerns Geschäftsführer Marko Pesic: "Das ist nicht nur eine großartige Chance für den Verein, sondern für die gesamte Basketballregion München." Chancen auf eine Teilnahme haben auch noch die EWE Baskets Oldenburg. Der Vizemeister muss allerdings durch die Qualifikation, obwohl er das Finale um die deutsche Meisterschaft erreicht hatte - anders als die Bayern. Nicht mehr mit dabei ist der achtmalige Meister Alba Berlin, der ebenfalls auf eine Wildcard gehofft hatte.

Fußball, Real Madrid: Der dreimalige Weltfußballer Zinedine Zidane wird beim spanischen Rekordmeister Real Madrid Assistent des neuen Trainers Carlo Ancelotti. "Zidane hat beschlossen, eine Trainerrolle zu übernehmen, und ich bin sehr glücklich, mit ihm zu arbeiten. Er wird ein sehr guter Helfer sein, zusätzlich zu meinem üblichen Assistenten Paul Clement", sagte Ancelotti bei seiner offiziellen Vorstellung als Nachfolger von José Mourinho, der zum FC Chelsea gewechselt ist.

Der ehemalige Welt- und Europameister Zidane war bei den Königlichen nach der Trennung von Mourinho beim Klub der deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira zunächst wieder als Sportdirektor installiert worden. Der 41-jährige Franzose war bei Real von 2001 bis 2006 als Spieler aktiv. Beim 2:1-Erfolg im Champions-League-Endspiel gegen Bayer Leverkusen 2002 in Glasgow schoss Zidane das Siegtor. Seitdem wartet Real auf einen Triumph im wichtigsten europäischen Klubwettbewerb.

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Fußball, Werder Bremen: Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat als Nachfolger von Abwehrspieler Sokratis den Italiener Luca Caldirola verpflichtet. Der Kapitän der italienischen U 21-Nationalmannschaft unterschrieb am Mittwoch nach Clubangaben einen Vierjahresvertrag. Der 22 Jahre alte Innenverteidiger von Inter Mailand war zuletzt an den Zweitligisten Brescia Calcio ausgeliehen und soll rund 2,5 Millionen Euro gekostet haben. Werder hatte zuvor den Griechen Sokratis an Borussia Dortmund abgegeben.

Leichtathletik, Diskus: Diskuswerfer Martin Wierig hat beim Leichtathletik-Meeting in Ostrau für eine große Überraschung gesorgt und die komplette Weltelite inklusive Olympiasieger Robert Harting geschlagen. Der 26-Jährige gewann am Mittwochabend mit 67,46 Metern vor Harting (67,10), der sich im letzten Versuch noch vom fünften auf den zweiten Platz verbesserte. Dritter wurde der Olympiazweite Ehsan Hadadi aus dem Iran (66,98) vor Ex-Weltmeister Gerd Kanter aus Estland (66,97) sowie Ex-Europameister Piotr Malachowski aus Polen (66,95). Diese drei Werfer trennten lediglich drei Zentimeter. "Ich denke, das war der bislang stärkste Wettkampf meiner Karriere", sagte Wierig. "Es war immer ein Traum von mir, Robert zu schlagen. Das war eine runde Sache." Harting verlor zum ersten Mal seit 2006 wieder gegen einen deutschen Werfer. Damals hatte sich der Berliner in Nürnberg Lars Riedel und Michael Möllenbeck geschlagen geben müssen. Trotzdem war der Olympiasieger und Weltmeister am Mittwochabend alles andere als sauer. "Außerhalb der großen Meisterschaften war das der geilste Wettkampf, den ich bislang erlebt habe", meinte der 28-Jährige. "Martin hat es endlich mal geschafft, ich freue mich für ihn. Wir verstehen uns super. Ist doch cool, wenn es so ein Duell gibt."

Leichtathletik, Hammerwerfen: Betty Heidler bleibt in der WM-Saison weiter ungeschlagen. Beim Leichtathletik-Meeting im tschechischen Ostrau zog die Weltrekordhalterin am Mittwoch mit 75,24 Metern im letzten Versuch noch an der lange führenden Europameisterin Anita Wlodarczyk aus Polen (74,98) vorbei. Kathrin Klaas wurde mit 71,48 Metern Dritte. "Über 75 Meter bei diesen Umständen - das ist perfekt", sagte Heidler nach ihrem zehnten Sieg in Serie und dem siebten in diesem Jahr. Aufgrund des starken Regens in Ostrau hatte der Wettkampf in Ostrau mit einer Stunde Verspätung begonnen. "Ich hatte zwei starke Würfe beim Aufwärmen, doch dann wurde der Wettkampf verschoben. Deshalb hatte ich am Anfang Probleme, sagte Heidler.