Nachruf auf Werner LorantDer Löwenvater

Lesezeit: 4 Min.

Glorreiche Zeiten: Werner Lorant 1995 bei einem Derby gegen den FC Bayern im Olympiastadion.
Glorreiche Zeiten: Werner Lorant 1995 bei einem Derby gegen den FC Bayern im Olympiastadion. Imago

Werner Lorant war der letzte Trainer, der den TSV 1860 München zu Erfolgen führte. Er war berühmt für seine Härte und seine Schimpftiraden, aber für seine Spieler immer mehr als das. Nachruf auf eine Ikone der Bundesliga der Neunzigerjahre.

Von Thomas Gröbner und Markus Schäflein

Wer den TSV 1860 München mit Erfolg zusammenbringen will, denkt zuerst an Werner Lorant. Dann noch an die Meisterlöwen von 1966, aber deren Zeit ist ja noch viel länger her. Und wer an Werner Lorant denkt, denkt an einen knurrigen, harten Trainer der alten Schule im Trainingsanzug aus Ballonseide, der für seine Sprüche bekannt war („Die Spieler sollen rennen und das Maul halten“). Aber auch an einen nahbaren Menschen, der gerne im Löwenstüberl am Trainingsgelände saß. Dort erklärte er beim Espresso am Ecktisch nicht nur Journalisten, sondern auch Fans den Fußball – und manchmal das Leben. Für Abseitssituationen benutzte er die Salz- und Pfefferstreuer. Nun ist Werner Lorant mit 76 Jahren gestorben, und die Löwen trauern an Ostern.

Zur SZ-Startseite

70. Geburtstag von Werner Lorant
:Zwei Bundesliga-Legenden unter Campern

Die einstigen Fußballgrößen Werner Lorant und Dieter Eckstein leben mittlerweile am Waginger See. "Über 1860 brauchen wir uns nicht unterhalten", sagt der Ex-Coach beim Besuch zu seinem Geburtstag.

Reportage von Thomas Gröbner

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: