Werder Bremen Neue Verwirrung um Gnabry-Transfer

Neu bei Werdern: Serge Gnabry.

(Foto: dpa)

Die Verantwortlichen von Werder Bremen sind sich uneinig, ob der FC Bayern bei der Verpflichtung mitgeholfen hat. Das deutsche Eishockey-Team qualifiziert sich für Olympia.

Serge Gnabry: Der Wechsel von Serge Gnabry vom FC Arsenal zu Werder Bremen sorgt weiterhin für Verwirrung. Willi Lemke, Mitglied im Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten, bestätigte am Sonntag im TV-Sender Sport1 indirekt, dass auch der FC Bayern München an den Überraschungs-Coup beteiligt gewesen war. Werder-Geschäftsführer Frank Baumann widersprach dieser Darstellung umgehend. Er betonte in mehreren Zeitungsinterviews, dass es keinerlei Absprachen mit dem Rekordmeister bei dem Transfer des Olympia-Zweiten gegeben habe.Bereits bei der offiziellen Vorstellung von Gnabry am vorigen Mittwoch hatte Baumann mehrfach Meldungen dementiert, nach denen der FC Bayern bei der Verpflichtung von Gnabry eingebunden gewesen sei. Werder habe den rund fünf Millionen Euro umfassenden Transfer allein gestemmt, betonte Ex-Profi Baumann.

Dennoch halten sich die Gerüchte hartnäckig, nach denen der 21 Jahre alte Stürmer nach einem Jahr zu den Bayern wechseln kann, falls der Rekordmeister dies wünsche.Ex-Manager Lemke erklärte in der Talkrunde "Doppelpass", dass er es als "sehr clever und sehr kreativ" finde, was Baumann in Sachen Gnabry-Transfer hinbekommen habe. Über die Laufzeit des Vertrages hat Baumann bisher nichts gesagt. Lemke antwortete auf die Frage, wie lange der neue Stürmer bei Werder bleiben werde, ausweichend mit den Worten: "Das wird man sehen."

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Diese elf Fußballprofis sind noch zu haben

Eishockey: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat das Ticket für die Olympischen Spiele 2018 gelöst. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm bezwang im entscheidenden Duell beim Qualifikationsturnier in Riga Gastgeber Lettland mit 3:2 (1:0, 1:1, 1:1) und sicherte sich damit Platz eins und den Flug nach Pyeongchang/Südkorea. Die Winterspiele 2014 in Sotschi hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) verpasst.Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers (17.), Schweden-Legionär Felix Schütz (25.) und Tom Kühnhackl von Stanley-Cup-Sieger Pittsburgh Penguins (55.) erzielten die Tore für das mit sieben NHL-Profis angetretene Sturm-Team, das bereits die ersten beiden Spiele gegen Japan (5:0) und Österreich (6:0) gewonnen hatte. Für die Letten trafen Miks Indrasis (35.) und Martins Karsums (47.). Mit dem Erfolg verlängert sich automatisch Sturms Vertrag als Bundestrainer um ein Jahr bis 2018.

England: Mario Balotellis Berater Mino Raiola hat den früheren BVB-Trainer Jürgen Klopp für dessen Umgang mit seinem Schützling beim FC Liverpool scharf kritisiert. "Zu sagen, dass er sich nicht korrekt verhalten hat, ist eine Untertreibung. Er war ein Scheißkerl", sagte Raiola der Gazzetta dello Sport (Samstag). "Ich beurteile ihn nicht als Trainer, auch wenn er meiner Meinung nach kein guter Coach ist, aber ich glaube, er hat nicht verstanden, dass wir über einen Menschen sprechen", sagte er zu Klopps Verhalten gegenüber Balotelli. Der frühere Coach von Borussia Dortmund hatte den Italiener in der vergangenen Saison beim Premier-League-Club FC Liverpool trainiert, ihm jedoch frühzeitig mitgeteilt, dass er ohne ihn plane. Der Angreifer war daraufhin zu OGC Nizza gewechselt. "Am Ende haben die Verantwortlichen in Liverpool zugegeben, dass Klopps Verhalten nicht korrekt war", sagte Raiola. "Mario hat sich vorbildlich verhalten, er hat sich nie beschwert, wenn er alleine trainieren musste."

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Von Gelsenkirchen bis zur Weltfußballer-Wahl, von "Koan Neuer" bis nach Rio: Manuel Neuer ist DIE prägende Figur der Torhüter-Moderne - jetzt beerbt er Schweinsteiger als DFB-Capitano. Sein Leben in Bildern.

Großer Preis von Baden: Der vier Jahre alte Hengst Iquitos hat auf der Galopprennbahn in Iffezheim den 144. Großen Preis von Baden gewonnen und ist nun die neue Nummer eins des deutschen Turfs. Unter Jockey Ian Ferguson deklassierte Iquitos am Sonntag beim Höhepunkt der Großen Woche in dem mit 250 000 Euro dotierten Rennen die Konkurrenz. Nach 2400 Metern siegte er überlegenen vor der Stute Nightflower, der Galopperin des Jahres, mit Andrasch Starke im Sattel. Außenseiterin Pagella belegte mit Jockey Alexander Pietsch den dritten Rang im Feld der zehn Teilnehmer.Der von Hans-Jürgen Gröschel in Langenhagen bei Hannover trainierte Iquitos schaffte bei seinem zehnten Start den fünften Sieg. Der Stall Mulligan kassierte 150 000 Euro Preisgeld. Der Große Preis von Baden gilt als eines der drei wichtigsten europäischen Rennen auf der klassischen Strecke über 2 400 Meter.

Radsport: Die deutschen Radprofis André Greipel (Rostock/Lotto-Soudal) und Marcel Kittel (Arnheim/Etixx-Quick Step) haben am Sonntag ein weiteres Mal ihre Weltklasse unter Beweis gestellt. Greipel gewann die erste Etappe der Britannien-Rundfahrt von Glasgow nach Castle Douglas im Zielsprint vor dem Australier Caleb Ewan (Orica-BikeExchange) und sicherte sich so ebenfalls die Führung in der Gesamtwertung. Kittel feierte derweil beim Eintagesrennen Grand Prix de Fourmies seinen zwölften Saisonsieg.In Castle Douglas nicht in den Kampf um den Tagessieg eingreifen konnte Lokalmatador Mark Cavendish. Der 31 Jahre alte Weltklassesprinter, der bei der diesjährigen Tour de France vier Etappen gewann, war kurz vor Schluss in einen Sturz verwickelt worden und hatte mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Die Tour of Britain geht über insgesamt acht Etappen und endet am 11. September in London.