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Werder Bremen:Kohfeldt klagt über "Schwarz-Weiß-Denken"

Florian Kohfeldt hat sich genervt vom Krisengerede nach dem 1:3 gegen Fortuna Düsseldorf gezeigt. Der Trainer des SV Werder Bremen machte nach der Heimniederlage zum Saisonstart der Fußball-Bundesliga viel "Schwarz-Weiß-Denken" aus. "Die Situation ist nicht optimal", gesteht Kohfeldt vor dem Auswärtsspiel in Hoffenheim am Samstag, doch die negative Berichterstattung nervt den 36-Jährigen. "Meiner Meinung nach wird uns in dieser Saison sehr, sehr früh eine Situation eingeredet, die weder existent noch in unseren Köpfen ist", monierte Kohfeldt und richtete das Wort bei der Pressekonferenz am Donnerstag an die Journalisten: "Ihr wart alle himmelhochjauchzend nach dem Pokal-Spiel und jetzt geht es los - irre", schimpfte der Trainer und kündigte an: "Da muss ich mich brutal vor meine Mannschaft stellen."

In der ersten Runde des DFB-Pokals hatte Bremen 6:1 gegen den Fünftligisten Atlas Delmenhorst gewonnen. Seine Spieler seien auch deshalb "verwundert" über die Kritik nach dem Fortuna-Spiel. Daher spüre er jetzt auch eine "große Lust in der Mannschaft" - "sie ist angepiekst", so Kohfeldt, denn "wir klagen nicht, wir spielen weiter und werden erfolgreich sein".

Ein Grund für die angespannte Stimmung rund ums Bremer Weserstadion ist zudem die hohe Erwartungshaltung nach dem achten Platz in der vergangenen Saison. Außerdem plagt eine lange Verletztenliste. Eine Rückkehr des Mittelfeldspielers Philipp Bargfrede ist nicht abzusehen; auch die Pausen der Defensivkräfte Ludwig Augustinsson, Sebastian Langkamp und Milos Veljkovic ziehen sich in die Länge. Zudem fällt Offensivspieler Milot Rashica bis Mitte September aus.