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Bundesliga:Bremen beendet Frankfurts Serie

SV Werder Bremen v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

Josh Sargent wird für sein Tor zum 2:1 gegen Frankfurt gefeiert.

(Foto: Stuart Franklin/Getty)

Die Eintracht kassiert ihre erste Niederlage im Jahr 2021. Werder findet mit steilen Pässen immer wieder Lücken in der gegnerischen Abwehr. Auch nach dem Schlusspfiff gehen die Debatten weiter.

Erste Niederlage im Jahr 2021 - Eintracht Frankfurts wundersamer Siegesrausch ist vorerst beendet: Das Team von Trainer Adi Hütter musste sich im Freitagabendspiel mit 1:2 (1:0) bei Werder Bremen geschlagen geben und verpasste im Champions-League-Rennen den Sprung auf Rang drei. Zugleich endete die beeindruckende Serie der Hessen nach zuletzt fünf Siegen in Folge und elf Punktspielen ohne Niederlage.

Riesenjubel dagegen bei Werder: Florian Kohfeldts Mannschaft vergrößerte zum Auftakt des 23. Spieltags den Abstand auf den Relegationsplatz auf vorerst acht Punkte und setzte ein dickes Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt.

"Es war sehr wichtig für uns, jetzt wieder mal zu punkten und Wiedergutmachung zu leisten", sagte Werders Romano Schmid im Sender DAZN: "Es war von A bis Z eine richtig gute Teamleistung." Frankfurts Makoto Hasebe zeigte sich sichtlich enttäuscht. "Werder stand tief und gut, deswegen haben wir uns schwer getan. Es fehlte die letzte Konsequenz. Es ist eine bittere Niederlage, aber wir sind immer noch oben dran."

Bremen schlägt nach Frankfurter Führung zurück

Eintrachts Torjäger Andre Silva brachte sein Team schon in der neunten Spielminute mit seinem 19. Saisontreffer in Führung. Werder biss sich in die Partie und schlug zu Beginn des zweiten Durchgangs durch Theodor Gebre Selassie zurück (47.). Josh Sargent gelang dann das 2:1 (62.). Zweimal wurden die Bremer Stürmer steil geschickt und bewegten sich an der Grenze zum Abseits. Beide Treffer fanden erst nach Prüfung der Videobilder Anerkennung.

Frankfurt-Trainer Hütter hatte sich enorm selbstbewusst vor dem Anpfiff gezeigt. Wenn sein Team erneut das volle Potenzial abrufe, sei er vom Sieg in Bremen überzeugt, sagte er. Und der Österreicher durfte sich in den Anfangsminuten bestätigt fühlen. Die Gäste legten mit der Selbstverständlichkeit eines Seriensiegers los.

Allerdings hatte Gastgeber Bremen auch Pech: Die Ecke zum 1:0 hätte es wohl nicht geben dürfen, der Frankfurter Djibril Sow war offenbar zuletzt am Ball. Wenig später, nach einer weiteren Großchance für Silva (18.), beschwerte sich Kohfeldt in aller Deutlichkeit bei Schiedsrichter Robert Hartmann über dessen Entscheidungen.

Die Bremer, die am Dienstag beim Zweitligisten Jahn Regensburg die Chance auf den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals besitzen, waren durchaus gut eingestellt und erarbeiteten sich mit zunehmender Spieldauer immer mehr Umschaltsituationen. Eine führte zu einem Freistoß aus zentraler Position, den Milot Rashica auf den Körper von Eintracht-Keeper Kevin Trapp knallte (26.). Acht Minuten später landete ein Schlenzer des quirligen Kosovaren an der Latte.

Handgemenge zwischen Hinteregger und Füllkrug auf dem Weg in die Kabine

Werder piekste die Eintracht mit dem Ausgleich an. Angetrieben über die starke linke Seite mit Kostic drängte das Auswärtsteam jetzt auf die erneute Führung, wurde aber wieder von der zielstrebigen Bremer Offensive erwischt. Wenig später jubelten die Grün-Weißen einmal mehr. Doch der Treffer von Romano Schmid (69.) wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Die Eintracht warf nun alles nach vorne und versuchte es oft mit zu ungenauen Flanken in den Strafraum. Zum Ausgleich sollte es am Ende nicht mehr reichen.

Während und nach dem Spiel gab es zeitweise hitzige Diskussionen und auch Auseinandersetzungen zwischen beiden Teams. Die Trainer Kohfeldt und Hütter gerieten bereits an der Seitenlinie verbal aneinander und stritten nach dem Schlusspfiff auch beim Verlassen des Spielfelds noch weiter.

Frankfurts Martin Hinteregger und der Bremer Niklas Füllkrug lieferten sich auf dem Weg in die Kabinen sogar ein kleines Handgemenge. "Gegen Bremen ist es immer so kämpferisch und emotional. Am Ende war es viel zu viel. Zu viel Gerede auf dem Platz und außerhalb des Platzes auf der Tribüne", sagte Hasebe hinterher.

© SZ/saul/sid
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