Ex-NBA-Basketballer beim FC BayernWenyen Gabriel ist einer für die Hardware

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Als er bei den LA Lakers spielte, räumte Wenyen Gabriel gerne auch mal Gegner für LeBron James (li.) aus dem Weg.
Als er bei den LA Lakers spielte, räumte Wenyen Gabriel gerne auch mal Gegner für LeBron James (li.) aus dem Weg. (Foto: Imago/Ariana Ruiz)
  • Der FC Bayern verpflichtet den ehemaligen NBA-Center Wenyen Gabriel von Panathinaikos Athen als Ersatz für Devin Booker.
  • Gabriel, bekannt für seine Defensivstärken und Rebounding-Fähigkeiten, war bei Olympia Fahnenträger für den Südsudan und spielte für mehrere NBA-Teams.
  • Neben Gabriels Verpflichtung stehen weitere Personaländerungen beim FC Bayern an: Danko Brankovic wechselt nach Spanien, Nick Weiler-Babb geht vermutlich zu Efes Istanbul.
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Er spielte mit LeBron James bei den Lakers und langt gerne ordentlich zu: Der ehemalige NBA-Center Wenyen Gabriel soll beim FC Bayern künftig den Korb beschützen – und muss gleichzeitig vorne besser werden.

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Ein bekannter Basketballspieler ist Wenyen Gabriel auf jeden Fall: Der 2,09-Meter-Mann aus Südsudan war Teil jener Mannschaft, die sich im vergangenen Jahr erstmals für Olympische Spiele qualifizierte – und in Paris mit starken Leistungen und dem neunten Platz auf sich aufmerksam machte. In dem ostafrikanischen Staat gibt es kaum geeigneten Trainingseinrichtungen, weshalb sich das Team in Ruanda auf die Spiele in Frankreich vorbereitete.

Die Akteure sind hochtalentiert und spielen verstreut über die ganze Welt in den verschiedensten Ligen. Wie Gabriel, der in der NBA für die Los Angeles Lakers mit LeBron James und Dennis Schröder tätig war, darüber hinaus stand der 28-Jährige bei sechs weiteren NBA-Teams unter Vertrag. Und in der vergangenen Saison spielte er eine ordentliche Euroleague-Saison für Maccabi Tel Aviv und Panathinaikos Athen, das ihn für die Saisonendphase verpflichtete. Nur: Als echter Führungsspieler ist der Center, der auch als Forward spielen kann, bisher eher selten in Erscheinung getreten.

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Gabriel ist jedoch, abgesehen von zwei Juniorenspielern und Shooter Justinian Jessup aus Ulm, der zweite offizielle Zugang der Bayern-Basketballer für die kommende Spielzeit, und soll die Antwort auf den Weggang von Devin Booker sein, der voraussichtlich zum Euroleague-Konkurrenten Mailand wechselt. Gabriels Stärken liegen klar in der Defensive, bisweilen sammelt der Mann unter dem Korb mehr Rebounds als Punkte: Etwa beim Gastspiel der Griechen im SAP Garden im vergangenen Dezember, als er neben sechs Punkten auch acht Rebounds zum Sieg Athens beisteuerte. Gabriel gilt auch als exzellenter Blocker, weshalb Bayerns neuer Sportchef Dragan Tarlac anmerkt: „In der Offense wird er weiter hart an der Entwicklung seiner Skills arbeiten.“

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Für Gabriel selbst geht es bei ansteigenden Leistungen jetzt darum, bei einem Verein einmal richtig anzukommen: „Ich bin sehr zuversichtlich, bei Bayern mal ein Jahr zu komplettieren und ein sportliches Zuhause zu finden“, sagt er. Es wird allerdings noch eine Weile dauern, ehe er in München ankommt: Aktuell bereitet er sich in den USA auf die Afrika-Meisterschaft in Angola vor. Das Ziel dort ist laut Gabriel aber ein Ähnliches wie bei den Bayern: „Wir wollen Hardware holen, eine Trophäe.“

Gabriels Verpflichtung stellt erst den Anfang eines mittelgroßen Umbruchs dar. Fix ist bereits der Weggang von Danko Brankovic zu Rio Breogan nach Spanien, der Center dürfte über seine oft kurzen Einsatzzeiten enttäuscht gewesen sein. Während sich Nick Weiler-Babb dem Vernehmen nach Efes Istanbul anschließen wird, ist nach wie vor offen, ob Carsen Edwards dem deutschen Meister erhalten bleibt: Der beste Scorer der vergangenen Spielzeit hat unter anderem das Interesse von Paris geweckt.

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