MeinungBallon d’OrHarry Kane muss Weltfußballer werden

Kommentar von Philipp Selldorf

Lesezeit: 2 Min.

Nichts gegen Gold: Harry Kane – hier mit DFB-Pokal – spielt nie nur zum eigenen Ruhm, sondern immer im Dienst der Mannschaft.
Nichts gegen Gold: Harry Kane – hier mit DFB-Pokal – spielt nie nur zum eigenen Ruhm, sondern immer im Dienst der Mannschaft.
Tom Weller/dpa

Selbstdarsteller wie Lamine Yamal und Kylian Mbappé wetteifern um den Titel als bester Spieler des Planeten. Dabei kann es nur einen geben: einen Münchner Preußen aus Ost-London.

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Nein, es ist noch nicht so weit, dass vor den Supermärkten Leute stehen, die einem Kugelschreiber und Luftballons mit dem Bildnis von Lamine Yamal schenken möchten. Oder dass über den Stadien Flugzeuge mit Plakaten kreisen, auf denen steht: „Wählt Mbappé – für Frieden, Wohlstand und Gerechtigkeit“. Und in absehbarer Zeit sind auch keine Werbespots nach den „Tagesthemen“ zu erwarten, auf denen die Vereinigungen „King Kane“ und „Fülle Füllkrug für alle“ zu Wort kommen – gemäß dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1957, wonach großen wie kleinen Parteien Wahlpropaganda zu ermöglichen ist.

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Ballon d’Or
:Weltfußballer? Ich! Ich! Ich!

Vor der Ballon-d’Or-Wahl betreiben die Spieler eine Kaskade an Eigenwerbung. Wer gewinnt? Natürlich Lamine Yamal, sagt Yamal. Ganz sicher Kylian Mbappé, sagt Mbappé. Nur Harry Kane hält sich verbal zurück.

SZ PlusVon Javier Cáceres

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