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Wegen Coronavirus:Neapel sträubt sich gegen Rückspiel in Barcelona

SSC Neapel - FC Barcelona

Wo findet das Rückspiel zwischen Barcelona (Lionel Messi, rechts) und Neapel (Diego Demme, links) statt?

(Foto: dpa)

Die Italiener wollen im Champions League-Achtelfinale nicht nach Spanien reisen, wo die Infektionzahlen hoch sind. Marco Reus fehlt dem BVB auf unbestimmte Zeit.

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Champions League, Neapel: Wegen wieder gestiegener Corona-Zahlen in Barcelona hat der SSC Neapel schwere Bedenken gegen die Austragung des Achtelfinal-Rückspiels in der Champions League in Spanien geäußert. Das für den 8. August angesetzte Rückspiel (Hinspiel 1:1) gegen den FC Barcelona in dessen Heimatstadion Camp Nou solle besser nach Deutschland oder Portugal verlegt werden, schlug der Präsident des italienischen Erstligisten, Aurelio De Laurentiis, italienischen Medienberichten vom Donnerstag zufolge vor.

"Wenn sie (die Uefa) entschieden haben, dass die Champions League in Portugal und die Europa League in Deutschland stattfindet, dann können wir doch mit den Achtelfinalen auch nach Portugal oder Deutschland gehen. Ich verstehe nicht, warum wir in einer Stadt bleiben sollen, die so große Probleme hat", sagte De Laurentiis. "Es wird ein großartiges Spiel werden, aber ich rufe an, ich rede, ich frage: Es ist sehr misslich. Ich merke, dass es in Spanien große Verwirrung und Ängste gibt, und die von der Uefa entscheiden nichts", klagte De Laurentiis.

Die spanische Sportzeitung Marca schrieb, bisher bleibe es dabei, dass das Spiel in Camp Nou in Barcelona ausgetragen werde. Zum jetzigen Zeitpunkt sei nicht vorgesehen, die Begegnung an einen anderen Ort zu verlegen. Die UEFA teilte mit, die Lage werde beobachtet und dafür stehe man in Kontakt mit den lokalen Behörden, wie die italienische Zeitung Il Mattino berichtete. Das Spiel werde wie geplant in Barcelona stattfinden.

Fußball, Borussia Dortmund: Der BVB muss weiter auf Kapitän Marco Reus verzichten. Der 31-Jährige hat Probleme mit einer Sehnenentzündung an der bereits zuvor verletzten Adduktorenmuskulatur und fällt laut Klub-Angaben "auf unbestimmte Zeit aus". Der Nationalspieler hatte sich Anfang Februar beim Pokal-Aus bei Werder Bremen einen Sehnenanriss im Oberschenkel zugezogen. Wie der Klub am Donnerstag mitteilte, habe Reus "bei einigen Bewegungen nach wie vor Probleme". Bei der Behandlung der Verletzung wird ein konservativer Therapieansatz verfolgt. "Die Sehne ist leider weiter entzündet. Es ist schwierig, eine zeitliche Prognose abzugeben", sagte Sportdirektor Michael Zorc. Abwehrchef Mats Hummels knickte zudem beim individuellen Training um und verletzte sich am Sprunggelenk. "Die Planung ist, dass er in Bad Ragaz in Teilen mit der Mannschaft trainiert", sagte Zorc. Das Trainingslager in der Schweiz findet vom 10. bis 17. August statt.

Fußball, 2. Bundesliga: Der 1. FC Nürnberg hat Robert Klauß von RB Leipzig als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der 35-Jährige war zuletzt als Assistent von Julian Nagelsmann bei den Sachsen tätig und soll von der kommenden Woche an das Training des Clubs leiten, wie die Franken am Donnerstag mitteilten. Über die Vertragsdauer machte der FCN keine Angaben. Nürnberg hatte nach der Trennung von Jens Keller mit Interimscoach Michael Wiesinger knapp den Absturz in die Drittklassigkeit verhindert. Dieter Hecking war zuletzt als neuer Sportdirektor verpflichtet worden.

US-Sport, Football: Quarterback Lamar Jackson von den Baltimore Ravens aus der US-Football-Profiliga NFL wurde zum besten Spieler der vergangenen Saison gewählt. Die "NFL Top 100" wird von den NFL-Spielern gewählt und bestimmt jährlich die 100 besten Profis der vergangenen Saison. Zweitplatzierter wurde Quarterback Russell Wilson von den Seattle Seahawks. Vorjahressieger Aaron Donald (Defensive Tackle/ L.A. Rams) wurde Dritter. Super-Bowl-Sieger Patrick Mahomes von den Kansas City Chiefs, welcher erst kürzlich den teuersten Vertrag der NFL-Historie unterschrieb, kam auf Platz vier. Jackson warf in der vergangenen regulären Saison für 3127 Yards und 36 Touchdowns. Dazu lief der 23-Jährige selbst für 1206 Yards, Rekord auf der Position des Quarterbacks, sowie sieben Touchdowns. Darüber hinaus wurde Jackson bereits Anfang des Jahres zum "MVP", dem wertvollsten Spieler der Liga, gewählt.

© SZ.de/sid/dpa/tbr
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