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Wechsel zum FC Chelsea:Werner-Berater verteidigt Champions-League-Verzicht

RB Leipzig v Borussia Dortmund - Bundesliga

Timo Werner (li.): Abschied von RB Leipzig

(Foto: Getty Images)

Der zum FC Chelsea wechselnde Stürmer werde in ein falsches Licht gerückt, findet sein Berater. Paralympicssieger Niko Kappel stellt einen neuen - noch inoffiziellen - Weltrekord im Kugelstoßen auf.

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Bundesliga, RB Leipzig: Timo Werners Berater Karlheinz Förster hat den Verzicht seines Schützlings auf das Blitzturnier der Champions League im August verteidigt. "Es wäre für Timo alles andere als ein guter Start bei seinem neuen Klub gewesen, wenn er nach dem Urlaub erst noch für die Vorbereitung und die Champions League nach Leipzig hätte zurückzukehren sollen", sagte Förster am Sonntag "Sport1": "Daher war es die gemeinsame Abstimmung von allen Beteiligten - und nicht allein Timos Entscheidung - dass Timo zum 1.7. zu Chelsea wechselt, und nicht erst Mitte oder gar Ende August."

Werner wird in der kommenden Saison für den FC Chelsea spielen. Der Klub aus der englischen Premier League verpflichtete den Nationalspieler dank einer Ausstiegsklausel für 53 Millionen Euro. Das Mini-Turnier der Königsklasse startet erst am 12. August in Lissabon. "Was mich ärgert ist, dass Timo jetzt in eine Ecke gestellt und als schlechter Sportsmann dargestellt wird, der seine Teamkollegen im Stich lässt", sagte Förster.

Zuvor hatten RB-Trainer Julian Nagelsmann und Vorstandschef Oliver Mintzlaff Werner ebenfalls für die unter anderen von Lothar Matthäus geäußerte Kritik verteidigt. "Da stellen wir uns, und ich mich persönlich, auch ganz klar hinter Timo Werner. Wir tragen diese Entscheidung mit und würden uns schon wünschen, wenn wir eine etwas differenziertere Diskussion führen würden", sagte Mintzlaff.

Kugelstoßen, Weltrekord: Paralympicssieger Niko Kappel hat einen noch inoffiziellen Weltrekord im Kugelstoßen in der Wettkampfklasse der Kleinwüchsigen aufgestellt. Der Weltmeister von 2017 verbesserte die alte Bestmarke des Briten Kyron Duke aus dem vergangenen Jahr (14,19 m) auf 14,40 Meter.

Derzeit läuft der Antrag beim Internationalen Paralympischen Komitee (IPC), die Weite als offiziellen Weltrekord zu werten. Der Wettkampf in Stuttgart war aufgrund der kurzfristigen Organisation nicht beim IPC angemeldet, ein Vertreter der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) war zunächst nicht anwesend, wurde jedoch angefordert und entnahm Kappel eine Dopingprobe. "Ich bin völlig überwältigt von dieser sensationellen Weite", sagte der 25-Jährige. Auch wenn der Rekord nicht gewertet werde, bleibe die Gewissheit, "die Weite drauf zu haben."

Basketball, BBL: Die EWE Baskets Oldenburg sind beim Finalturnier der Basketball Bundesliga ungefährdet ins Halbfinale eingezogen. Die Niedersachsen gewannen das Viertelfinal-Rückspiel gegen den früheren Serienmeister Brose Bamberg souverän mit 89:75 (51:46) und stehen nach dem 86:81 im Hinspiel wie in der vergangenen Saison in der Runde der letzten Vier.

Im leeren Audi Dome in München war Ian Hummer mit 21 Punkten bester Werfer der Oldenburger, 20 Zähler des ebenfalls starken Kameron Taylor waren für die Bamberger zu wenig. Den kurzfristigen Ausfall von Kapitän Elias Harris wegen Rückenproblemen konnten die Oberfranken nicht kompensieren. Im Hinspiel war Harris mit 24 Punkten noch der überragende Akteur der Bamberger gewesen. Im Rückspiel kamen die Oldenburger nie in Bedrängnis. Speziell im zweiten und dritten Viertel spielte die Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic konzentriert, Bamberg zeigte defensiv oft kaum Gegenwehr und präsentierte sich auch in der Offensive harmlos.

Im Halbfinale treffen die Oldenburger wie schon im Vorjahr voraussichtlich auf Pokalsieger Alba Berlin, der am Samstagabend ein 93:68 aus dem Hinspiel gegen die BG Göttingen verteidigt. Titelverteidiger und Gastgeber Bayern München war bereits am Freitag im Viertelfinale überraschend an den MHP Riesen Ludwigsburg gescheitert.

© SZ.de/dpa/sid/chge
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