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Wechsel in der Bundesliga:HSV holt Holtby und Green

Lewis Holtby

Lewis Holtby dürfte bald in Hamburg aktiv sein.

(Foto: dpa)

Nach dem schlechten Saisonstart reagiert man in der Hansestadt: Aus England kommt Lewis Holtby zurück in die Bundesliga, aus München ein junger Nachwuchsmann.

Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat sich kurz vor Transferschluss mit dem früheren Schalker Lewis Holtby verstärkt. Der 23-Jährige wechselt auf Leihbasis von Tottenham Hotspur bis zum Saisonende zum Bundesliga-Vorletzten. Das bestätigte der HSV am Montagabend. "Lewis ist ein passstarker Techniker, der unserem Spiel mit seiner Kreativität guttun wird", sagte der HSV-Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer: "Er hat bereits eine Menge Erfahrungen gesammelt, die er bei uns einbringen soll."

Holtby und auch der vom deutschen Rekordmeister Bayern München ausgeliehene Julian Green sollen die offenkundigen Probleme der Norddeutschen im Spiel nach vorn beheben. In den ersten beiden Bundesligaspielen blieb der HSV ohne eigenen Treffer.

Mittelfeldspieler Milan Badelj wechselt unterdessen für rund vier Millionen Euro vom HSV zum italienischen Erstligisten AC Florenz. Abwehrtalent Jonathan Tah wird für ein Jahr an den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf ausgeliehen. "Es ist besser für seine Entwicklung, in der 2. Liga Spielpraxis zu sammeln", sagte Beiersdorfer. Zudem wechselt Mittelfeldspieler Per Skjelbred für rund 1,3 Millionen Euro zu Hertha BSC.

Ärger um Mattuschkas Weggang von Union

Publikumsliebling Torsten Mattuschka hat nach seinem Wechsel vom Zweitligisten Union Berlin zu Energie Cottbus Vorwürfe gegen Trainer Norbert Düwel erhoben. "Der Trainer hat mir die Chance gestohlen, weiter Fußball für Union zu spielen. Ich hätte nie gedacht, dass es mal so kommt", sagte der 33-Jährige im Interview mit der Bild-Zeitung: "Letztes Jahr Top-Scorer der gesamten 2. Liga und jetzt nur gut, um acht Minuten zu spielen, kann verstehen wer will. Er hat mir keine Chance gegeben und mich Stück für Stück demontiert, obwohl ich wichtig für diese Mannschaft bin."

Nach neun Jahren bei den Köpenickern soll Mattuschka in seiner Geburtsstadt am Montag offiziell vorgestellt werden. Beim Drittligisten Energie hatte er seine Profikarriere begonnen. Mattuschka betonte allerdings erneut, dass er eigentlich gerne seine Karriere bei den Berlinern beendet hätte. Die Ziele mit den Cottbusern formulierte der Mittelfeldspieler klar: "Ich will Cottbus wieder in die 2. Liga führen und obwohl ich es gar nicht mehr muss, will ich es allen, die sagen, der ist zu alt und zu langsam, nochmal zeigen. Und natürlich wünsche ich mir ein Spiel Union gegen Cottbus in der 2. Liga."

© SZ.de/sid/dpa/jbe
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