bedeckt München
vgwortpixel

Wahl zum Fifa-Präsidenten:Figo zieht Kandidatur zurück

Luis Figo

Luis Figo zieht seine Kandidatur zum Fifa-Präsidentschaft zurück.

(Foto: AP)
  • Luis Figo hat seine Kandidatur für die Wahl zum Fifa-Präsidenten zurückgezogen.
  • Der Portugiese will damit wohl die Chancen des verbliebenen Blatter-Herausforderers Prinz Ali Hussein verbessern.

Figo kritisiert Wahlprozess

Auch Luis Figo hat seine Kandidatur für das Amt des FIFA-Präsidenten am 29. Mai zurückgezogen. Der ehemalige Fußballstar aus Portugal erklärte in einem persönlichen Statement, das auch auf Facebook veröffentlicht wurde, seine Entscheidung. Figo kritisierte den Wahlprozess als Abstimmung zur Macht eines einzelnen Mannes - "etwas, das ich nicht bereit bin mitzumachen".

"Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie Verbandspräsidenten zunächst FIFA-Führungspersonen mit dem Teufel verglichen - und dann, am nächsten Tag auf der Bühne, mit Jesus Christus. Das wurde mir nicht erzählt, ich habe es selbst erlebt." Blatters Gegenkandidaten seien davon abgehalten worden, auf Kongressen zu sprechen, während der Schweizer hofiert worden sei. "Es hat keine einzige öffentliche Debatte gegeben", klagte Figo. Es sei kaum zu glauben, dass Blatter kein Wahlprogramm veröffentlicht habe. "Ich werde weiter zur Verfügung stehen, sobald nachgewiesen ist, dass die FIFA keine Diktatur ist."

Fußball DFB noch unklar über Fifa-Votum
Präsidentenwahl

DFB noch unklar über Fifa-Votum

Van Praag? Figo? al-Hussein? Eine Woche vor der Wahl des Fifa-Präsidenten ist der DFB noch unentschlossen, welcher Kandidat die Stimme des deutschen Verbands erhält. Klar ist nur: Amtsinhaber Sepp Blatter wird es nicht sein.

Gemeinsamer Rückzug

Damit bleiben nur noch Amtsinhaber Joseph Blatter und der jordanische Prinz Ali Hussein für die Wahl übrig. Der Niederländer Michael van Praag hatte zuvor bereits seinen Verzicht auf eine Kandidatur für die Spitze des Fußballweltverbandes bekanntgegeben.

Van Praag und Figo haben sich offenbar auf einen gemeinsamen Rückzug geeinigt, um mit vereinten Kräften den jordanischen Prinzen zu unterstützen. Der dann einzig verbliebene Herausforderer des amtierenden Weltverbands-Chefs soll bei der Wahl wenigstens einen Achtungserfolg landen.