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Vorschau: Bundesliga, 10. Spieltag:Die Rückkehr des Zorro

Die Bayern rufen einen Superhelden zu Hilfe, Werder Bremen hofft diesmal auf den Schiedsrichter, Thomas Tuchel und Jürgen Klopp duellieren sich im Liga-Topspiel mit ihren Matchplänen. Die sueddeutsche.de-Chancenanalyse zum Bundesliga-Spieltag.

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FC Bayern Muenchen - Werder Bremen

Quelle: dapd

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Die Bayern rufen einen Superhelden zu Hilfe, Werder Bremen hofft diesmal auf den Schiedsrichter, Thomas Tuchel und Jürgen Klopp duellieren sich im Liga-Topspiel mit ihren Matchplänen. Die sueddeutsche.de-Chancenanalyse zum Bundesliga-Spieltag.

FC Bayern München - SC Freiburg (Freitag, 20.30 Uhr)

Das spricht für München: Die Aussicht auf ein Tor des größten Bösewichts aller Bundesliga-Stürmer. Sicherlich, Ivica Olic hätte sich auch eine weiße Nasenmaske verpassen lassen können, auch eine rote oder eine gelbe, sogar eine blaue, auch wenn dies bei Teilen des lokalpatriotischen Publikums zu Unmut geführt hätte. Nein, Olic wollte unbedingt eine schwarze. Die Chance auf ein Tor stehen nicht schlecht. Erstens: Der FC Bayern wird, um zu gewinnen, zumindest einen Stürmer aufstellen. Zweitens: Dieser Stürmer wird nicht Miroslav Klose heißen, der sich im Training erneut verletzte. Drittens: Dieser Stürmer dürfte auch nicht Mario Gomez heißen, der im Pokal gegen Werder Bremen kaum einen Ball sah. Also bleibt: Olic.

Das spricht für Freiburg: Einiges. Denn wenn der FC Bayern zuletzt zur Liga-Attacke blies, ging das meist schief. Zwar muss Freiburgs Trainer Robin Dutt sicher auf Heiko Butscher, Simon Pouplin, Pavel Krmas, Tommy Bechmann, Jan Rosenthal, Johannes Flum und Jonathan Jäger verzichten, möglicherweise auch auf Cédric Makiadi und Kisho Yano, die schon im Pokal verletzt fehlten. Dutt bemerkte aber treffsicher: "Bei den Bayern fehlen ja auch ganz wichtige Spieler, also ist es ein Duell auf Augenhöhe."

(ebc)

SC Victoria Hamburg v VfL Wolfsburg - DFB Cup

Quelle: Bongarts/Getty Images

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VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr)

Das spricht für Wolfsburg: Wenig. Vielleicht das Gesetz der Serie: die ersten drei Saisonspiele verloren, dann drei Partien gewonnen, dann wieder drei nicht gewonnen. Nun also ... Sonst? Torwart Benaglio könnte zurückkehren.

Das spricht für Stuttgart: Wolfsburg steht stark unter Druck, die aufgerüstete Mannschaft dümpelt auf Platz 14. Trainer Steve McClaren (im Bild) droht schon jetzt zu scheitern. Stuttgart hat bereits reagiert und einen neuen Trainer auf die Bank gesetzt, zumindest kurzfristig zeigt der Wechsel von Gross auf Keller Wirkung: Remis in Schalke, Siege in drei Wettbewerben gegen Getafe (Europa League), St. Pauli (Bundesliga) und Chemnitz (Pokal). Die übliche Stuttgarter Herbstdepression scheint mit dem Trainerwechsel wie immer behoben.

(hum)

1. FC Kaiserslautern - DSC Arminia Bielefeld

Quelle: dapd

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1. FC Kaiserslautern - Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr)

Das spricht für Kaiserslautern: Allein die Tatsache, dass der FCK, wenn es mit dem Klassenerhalt klappen soll, irgendwann mit dem Gewinnen anfangen muss. Außerdem Stürmer Sdrjan Lakic (oben im Bild), der im Pokal gegen Arminia Bielefeld ganz viele Tore geschossen hat (drei). Und die Aussicht, dass die Abwehr von Borrusia Mönchengladbach gerne ganz viele Tore kassiert (27 in neun Spielen). In der Lauterer Defensive fehlt mit einem Muskelfaserriss jedoch der Mann, der aufgrund seines Nachnamens nie-nie-niemals in England spielen wird: Florian Dick.

Das spricht für Mönchengladbach: Die Zuversicht, dass der FCK, sobald Kollege Lakic aus dem Spiel genommen ist, so gut wie gar keine Tore mehr schießt. Hört Trainer Michael Frontzeck auf diesen Ratschlag, dürfte Mönchengladbachs Aufstellung eine interessante Versuchsanordnung darstellen. Nicht dabei helfen kann jedoch Innenverteidiger Roel Brouwers, der sich im Training das Knie verdreht hat. Ebenfalls nicht dabei ist Raul Bobadilla: Der hatte Trainer Frontzeck nach dem Pokalspiel gegen Leverkusen bei seiner Auswechslung den Handschlag verweigert und erhält eine schöpferische Pause.

(ebc)

Werder Bremen's Hunt and Arnautovic react after their German Soccer Cup (DFB-Pokal) match in Munich

Quelle: REUTERS

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Werder Bremen - 1. FC Nürnberg (Samstag, 15.30 Uhr)

Das spricht für Bremen: Marko Arnautovic (rechts im Bild). Denn der Fußball ist ein so herrlich schnelllebiges Geschäft. Gut möglich also, dass der Österreicher am Samstag gegen Nürnberg den Torhüter beim Konter einfach ausguckt, beim Freistoß nicht die Latte trifft und am Ende nicht fassungslos auf dem Rasen hockt und Luftlöcher glotzt. Vielleicht trifft Arnautivic ja mal. Dass er prinzipiell dazu in der Lage sein müsste, hat er beim Pokal-Aus gegen München mehrfach bewiesen. Außerdem: Das Spiel wird gepfiffen von Schiedsrichter Dingert aus Thallichtenberg. Nicht vom Kollegen Weiner aus Hasen.

Das spricht für Nürnberg: Marko Arnautovic. Denn der Fußball ist ein Geschäft, das auch herrlich viel mit der Psyche zu tun hat. Zudem will Nürnberg eine Parallele zum vergangenen Jahr unbedingt verhindern: Auch da besiegte Nürnberg den VfL Wolfsburg, verlor dann allerdings viermal in Serie. An deren Ende musste Trainer Michael Oenning gehen. Dem heutigen Coach Dieter Hecking wären da die Vergleiche mit Hans Meyer, der in Nürnberg noch immer verehrt wird, deutlich lieber. Obwohl: "Ich weiß nicht, ob wir uns in vielen Punkten gleichen", sagte Hecking kürzlich: "Hans ist älter, erfahrener und hat mehr Geld verdient als ich."

(ebc)

DFB-Pokal Eintracht Frankfurt - Hamburger SV

Quelle: dpa

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FC St. Pauli - Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr)

Das spricht für St. Pauli: Die Mannschaft ist ausgeruht, nachdem sie sich in der ersten Pokalrunde so herrlich beim Viertligisten FC Chemnitz blamiert hatte. Noch länger ausruhen muss sich Charles Takyi: Ihn schmerzt der rechte Fuß, auf den er einen Schlag bekommen hat.

Das spricht für Frankfurt: Wann hatte es zuletzt einen Zugang gegeben, der derart eingeschlagen hat wie Theofanis Gekas (im Bild)? Der Grieche schoss in den vergangenen fünf Bundesligaspielen fünf Tore und hat damit großen Anteil an einer weiteren Frankfurter Unglaublichkeit: Inklusive DFB-Pokal gewann die Eintracht fünf seiner letzten sechs Partien. Wo soll das nur hinführen? Gegen St. Pauli fällt jedoch Kapitän Chris aus (Rückenprobleme).

(ebc)

DFB-Pokal - 1. FC Köln - 1860 München

Quelle: dpa

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1. FC Köln - Hamburger SV (Samstag, 15.30 Uhr)

Das spricht für Köln: Die steigende Form des Lukas Podolski. Seit er provoziert, trifft er auch wieder: gegen Hoffenheim, gegen Dortmund, nun im Pokal gegen 1860 München. Englische Wettbüros sollen bereits darauf tippen lassen, wie seine nächste Entgleisung gegen Fans/Gegner/Vereinsbosse denn aussehen wird. Weit oben: Effes Stinkefinger. Aber auch: der legendäre Trikot-Hintern-Jubel von Ronald Koeman. Eher nicht: die gekonnte Rutscheinlage des Dortmunders Nuri Sahin.

Das spricht für Hamburg: Die steigende Form des Mladen Petric. Drei Tore hat er im DFB-Pokal erzielt, zwei in das Tor von Eintracht Frankfurt, eines in den eigenen Kasten. Das "kurioseste Spiel, das ich jemals erlebt habe", sei das gewesen, so Petric. Er und alle anderen Sachverständigen im Hamburger Umfeld wissen jedoch auch, dass die Tore ihres besten Stürmers nichts wert sind, wenn die Defensive sich derart gladbachesk aufführt wie beim 2:5 in Frankfurt. Immerhin: Trainer Armin Veh, im Pokal noch grippekrank, wird wohl wieder auf der Bank sitzen.

(ebc)

Schalke 04's coach Magath looks on before the Champions League soccer match against Hapoel Tel Aviv in Gelsenkirchen

Quelle: REUTERS

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FC Schalke 04 - Bayer Leverkusen (Samstag, 18.30 Uhr)

Das spricht für Schalke: Das Selbstvertrauen des Trainers Felix Magath (im Bild). Immerhin kürte ihn eine Fachzeitschrift zum "Player des Jahres". Womit er das verdient hat? Mit einer runderneuerten Mannschaft, die keine Spiele gewinnt und derzeit auf Rang 16 steht, bestimmt nicht. Zeit also, den Druck zu erhöhen: "Ich habe viel Verständnis gehabt, weil einige Spieler in einer schwierigen Situation waren. Aber das ist jetzt vorbei", sagt Magath. Druck verspürt auch Jermaine Jones, und zwar am rechten Sprunggelenk. Er fällt womöglich mit einer Bänderverletzung aus.

Das spricht für Leverkusen: Vielleicht die Tatsache, dass Patrick Helmes, sollte Leverkusen einen Elfmeter erhalten, ganz sicher nicht antreten wird. Darüber hinaus ganz sicher, dass der Gegner in diesem Spiel Schalke 04 heißt.

(ebc)

Alemannia Aachen - FSV Mainz 05

Quelle: dapd

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FSV Mainz 05 - Borussia Dortmund (Sonntag, 15.30 Uhr)

Das spricht für Mainz: Der Matchplan. Trainer Thomas Tuchel sitzt in seinem Container am Vereinsgelände und tüftelt so lange, bis er die Schwächen von Borussia Dortmund erkennt. Und dann kann er darauf vertrauen, dass seine Einwechselspieler immer ein bis drei Tore schießen. So hat er nun sein Team zu acht Siegen in neun Bundesliga-Spielen geführt - Mainzer Irrsinn im Jahr 2010. Sender in 187 Ländern übertragen das Topspiel vom Bruchweg-Stadion. Auch die Pokalniederlage in Aachen ändert daran nichts.

Das spricht für Dortmund: Der Matchplan. Trainer Jürgen Klopp sitzt wie Tuchel vor dem Computer und seziert den Gegner, bis er die Schwachstellen findet. So hat er seine Mannschaft zu sieben Siegen in neun Spielen geführt, auswärts hat die Borussia noch keinen Punkt abgegeben. Dortmunder Bundesliga-Irrwitz 2010. Das ändert auch die Pokal-Niederlage in Offenbach nicht.

Das spricht für ein Remis: Bayern-Trainer Louis van Gaal hofft darauf. "Bei einem Unentschieden sind es vier Punkte, das sind mehr als drei bei einem Gewinner", rechnete van Gaal den Beginn der Aufholjagd der Münchner vor.

(hum)

Borussia Dortmund  - TSG 1899 Hoffenheim

Quelle: dpa

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TSG 1899 Hoffenheim - Hannover 96 (Sonntag, 17.30 Uhr)

Das spricht für Hoffenheim: Demba Ba. Der Senegalese wollte 2008 den Klub ja unbedingt verlassen, danach verletzte er sich häufig - jetzt ist er so stark wie nie. Im Pokal gegen Ingolstadt erzielte er den einzigen Treffer, es war schon der siebte in dieser Saison. "Demba ist in einer Superform ", lobt Mittelfeldakteur Sejad Salihovic. Auch wegen Ba ist Hoffenheim Vierter.

Das spricht für Hannover: Moa Abdellaoue. Der Stürmer meldete sich für das Gastspiel in München zuletzt verletzt, Hannover schoss genau einmal auf des Gegners Tor. Nun kehrt der Norweger zurück, die Mannschaft kann wieder auf das Top-Angriffsduo Abdellaoue (vier Tore) und Didier Ya Konan (fünf) setzen.

Das spricht für ein Remis: Da beide Angriffsreihen gut drauf sind, könnte es ein 4:4 geben.

(hum)

© sueddeutsche.de/ebc/hum
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