Vorbereitungen zum America's Cup:Olympiasieger Simpson stirbt bei Segelunfall

Tragischer Unfall beim Training zum America's Cup: Das Segelboot des Teams Artemis Racing kentert, der britische Olympiasieger Andrew Simpson wird unter Wasser eingeschlossen und kommt ums Leben. Er war erst wenige Monate zuvor zu dem Team gestoßen.

Der britische Starboot-Olympiasieger von 2008, Andrew Simpson, ist bei einem Trainingsunfall in der Bucht von San Francisco ertrunken. Das bestätigte sein Team Artemis Racing auf seiner Internetseite.

Das Team war mit dem Riesenkatamaran vom Typ AC 72 unterwegs, als das Boot umkippte und auseinanderbrach. Während die meisten der elf internationalen Crew-Mitglieder schnell geborgen und in Sicherheit gebracht werden konnten, blieb der 36-jährige Simpson etwa zehn Minuten unter dem Boot eingeschlossen.

Wiederbelebungsversuche nach seiner Bergung blieben erfolglos. "Unser gesamtes Team ist zutiefst erschüttert, unser Beileid von Herzen für Andrews Frau und seine Familie", teilte Paul Cayard, CEO von Artemis Racing, in einer Pressemitteilung mit.

"Our prayers are with Andrew Simpson's family, his wife and kids, and also the rest of my teammates. It's a shocking experience to go through, and we have a lot to deal with in the next few days in terms of assuring everybody's well being."

Simpson, bester Freund von Artemis-Sportdirektor Iain Percy (Gold in Sydney, sowie zusammen mit Andrew Simpson Gold in Peking und Silber in London) und Segelstar Ben Ainslie (viermal Gold und einmal Silber bei Olympia), war aufgrund seines ausgeprägten britischen Humors ein in Seglerkreisen besonders beliebter Sportler. Er war erst im Februar als Stratege zum Team gestoßen.

Das schwedische Team Artemis ist einer der Herausforderer der amerikanischen Verteidiger vom Oracle Team USA im 34. America's Cup, dessen Finale in diesem Sommer vor San Francisco stattfindet. Ob und wie die Mannschaft ohne Simpson weitermacht, war zunächst ebenso unklar wie die genauen Ursachen für den Unfall des Bootes bei frischen, aber nicht stürmischen Winden.

© Süddeutsche.de/dpa/vks/jasch
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