Volleyball:Zeit für Veränderung

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Volleyball: Schwerer Stand: Die Vilsbiburgerinnen Jodie Guilliams und Josepha Bock stellen sich der Stuttgarterin Krystal Rivers entgegen. Letztlich waren die Roten Raben gegen den Meisterschaftsfavoriten chancenlos.

Schwerer Stand: Die Vilsbiburgerinnen Jodie Guilliams und Josepha Bock stellen sich der Stuttgarterin Krystal Rivers entgegen. Letztlich waren die Roten Raben gegen den Meisterschaftsfavoriten chancenlos.

(Foto: Wolfgang Fehrmann/HMB-Media/Imago)

Vilsbiburg scheitert im Playoff-Viertelfinale deutlich an Meisterschaftsanwärter Stuttgart und stellt sich am Ende einer komplizierten Saison neu auf.

Von Katrin Freiburghaus

Die Enttäuschung bei Vilsbiburgs Bundesliga-Volleyballerinnen hielt sich in Grenzen, als sie Gegner Stuttgart am vergangenen Freitag auch in ihrem zweiten Viertelfinalspiel der Best-of-three-Serie unterlegen waren. Zu deutlich fiel das 0:3 (18:25, 16:25, 16:25) aus, zu klar waren die Rollen in der Partie des Ersten gegen den Achten der Hauptrunde schon vor dem Anpfiff verteilt gewesen. Anders als in der ersten Begegnung, in der Vilsbiburg dem Favoriten auf die deutsche Meisterschaft immerhin noch einen Satz abgetrotzt hatte, "hat uns Stuttgart diesmal gar nichts an Fehlern oder Raum angeboten, um ins Spiel zu kommen", resümierte Vilsbiburgs Trainer Florian Völker. Sein Team habe gekämpft und ordentlich gespielt, sei aber "auf einen übermächtigen Gegner getroffen, der immer noch eine Lösung mehr hatte".

Aus diesem Grund hielt sich der 30-Jährige nicht unnötig mit der Analyse der Partie auf. Es gelte andere Aspekte aufzuarbeiten. Das Team habe sich zum letzten Saisondrittel hin Stabilität und ein konstant gutes Niveau erarbeitet, "aber da war es für eine bessere Platzierung für die Playoffs im Grunde schon zu spät", sagte er. Tatsächlich fehlten in der Abschlusstabelle lediglich vier Zähler auf den sechsten Platz. Diese Platzierung hätte Vilsbiburg vor eine schwere, in seiner aktuellen spielerischen Verfassung aber durchaus lösbare Viertelfinal-Aufgabe gestellt. "Wir haben am Anfang und in der Mitte der Saison zu viel liegen lassen, um aus einer besseren Position zu starten", sagte Völker deshalb, "und genau das ist es, was man analysieren und auswerten muss".

Probleme in der Vorbereitung, Corona, Verletzungen - die Gründe für die mäßige Saison sind mannigfaltig

Die Rahmenbedingungen gestalteten sich nicht nur wegen mehrerer Corona-Infektionen im Team schwierig. Zu Beginn der Saison war Diagonalangreiferin Dayana Segovia so spät in Vilsbiburg angekommen, dass sie ohne nennenswertes Mannschaftstraining in den Wettkampfbetrieb starten musste. Die hoch gehandelte Mittelblockerin Corissa Crocker hatte kein Spiel für Vilsbiburg bestritten, sondern aus gesundheitlichen Gründen überraschend ihre Karriere beendet. Zur Saisonmitte war zudem Jodie Guilliams, die zentrale Stütze in Außenangriff und Abwehr, wochenlang verletzt ausgefallen. "Man kann viele Erklärungen dafür finden, dass es nicht gereicht hat und wir am Ende realistisch Achter geworden sind", sagte Völker, betonte aber, dass es auch zur Wahrheit gehöre, "dass wir auf einigen Positionen sportlich nicht zufrieden waren."

Die anstehenden Planungen für die neue Saison dürften es also in sich haben. "Zu viel kann ich noch nicht sagen, aber da unsere Ansprüche eher steigen, wird ein bisschen was passieren", sagte Völker. Zumal einzig Lara Darowski einen Vertrag über die Spielzeit hinaus besitzt. Im Fall der Spielerinnen, die der Klub gerne halten würde, gebe es zudem Konkurrenz von interessierten Top-Adressen. Klarheit auf der Trainerposition hatte der Verein mit der Vertragsverlängerung von Völker hingegen bereits vor gut einem Monat geschaffen und zudem seinen ehemaligen Meistertrainer Guillermo Gallardo als Sportdirektor verpflichtet.

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