Volleyball:Für die Seele

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Volleyball: Die Hachinger Aufschläge mit Mühe entschärft: Herrschings Außenangreifer Tim Peter, der aber mit seinen Attacken und starken Blocks überzeugte.

Die Hachinger Aufschläge mit Mühe entschärft: Herrschings Außenangreifer Tim Peter, der aber mit seinen Attacken und starken Blocks überzeugte.

(Foto: Andreas Hannig/Lobeca/Imago)

Herrschings Volleyballern gelingt im Derby gegen Haching München der erste Sieg seit dem 26. November. Richtig überzeugen kann der verunsicherte Pokal-Halbfinalist kurz vor Ende der Rückrunde dennoch nicht.

Von Sebastian Winter

Es herrschte fast so etwas wie Derbystimmung in der Unterhachinger Arena am späten Donnerstagnachmittag: Knapp 300 Zuschauer waren gekommen, viel mehr durften auch nicht hinein wegen der geltenden Bestimmungen. Sie alle wollten sich dieses Volleyball-Derby am Dreikönigstag trotz Mundschutzpflicht nicht entgehen lassen, das Duell des TSV Haching München gegen die WWK Volleys Herrsching.

Für Herrschings Volleyballer ging es um viel in dieser Partie, sie spielen bislang eine eher enttäuschende Saison, fünf Siege aus 15 Spielen und der drittletzte Tabellenplatz genügen nicht ihren Ansprüchen. Und das Pokal-Halbfinale, in das sie immerhin eingezogen waren, hatten sie kurz vor Weihnachten auch noch hauchdünn in Lüneburg verloren - aus der Traum vom erstmaligen Finaleinzug. Vor dem Rückrunden-Abschluss in Unterhaching und am Samstag in Frankfurt hatte Herrschings Trainer Max Hauser daher mahnende Worte an seine Spieler gerichtet: "Für uns sind das zwei sehr wichtige Spiele, wir brauchen jeden Punkt."

Der erste Schritt zur maximalen Punktausbeute ist den Herrschingern am Feiertag dann gelungen, sie gewannen das Spiel gegen Haching mit 3:1 (25:19, 25:23, 22:25, 25:18), taten sich aber ziemlich schwer. Gleich zu Beginn des ersten Satzes zeigte der vornehmlich aus Junioren bestehende Tabellenletzte aus Unterhaching den Gästen vom Ammersee, dass er merklich Lust auf dieses Derby hatte. Die Herrschinger liefen ständig einem Drei-Punkte-Rückstand hinterher, auch weil die jungen Hachinger im Angriff cleverer spielten und auch im Block überzeugten. Richtung Ende des Satzes drehte Herrsching diesen Rückstand dann aber, der ohnehin überzeugende Tim Peter bog mit einem krachenden Longline-Angriff die Verhältnisse zurecht, die Gäste gewannen den Satz noch verhältnismäßig deutlich mit 25:19.

Dann wurde es noch enger, den zweiten Satz verlor Haching sehr unglücklich mit 23:25, weil ihr letzter Block Zentimeter ins Aus segelte. 1:5 hieß es im Anschluss daran im dritten Satz aus Herrschinger Sicht, und dieses Mal nutzten die TSV-Talente ihre Führung. Doch im vierten Satz gerieten sie dann ziemlich unter die Räder. Auch weil Herrschings Kapitän Tim Peter erneut ein famoses Spiel machte, 22 Punkte gelangen dem Außenangreifer, darunter vier Blocks und zwei Asse. Auch für ihn war es ein Sieg für die Seele.

Für die Hachinger endet die Saison am 15. Januar

Aller Voraussicht nach geht es für Herrsching im letzten Rückrunden-Spiel am Samstag in Frankfurt um Platz sechs, Lüneburg ist von Rang fünf realistischerweise nicht mehr zu verdrängen. So oder so landet die Mannschaft von Trainer Max Hauser in der neuen Zwischenrunde in Gruppe B. Die Zwischenrunde war vor dieser Saison von der Liga aufgrund der geringen Staffelstärke (nur neun Klubs) eingeführt worden und wird vom 22. Januar bis 27. Februar ausgetragen. In der Gruppe A duellieren sich dann der Erst- bis Viertplatzierte, in der Gruppe B der Fünft- bis Achtplatzierte, jeweils in Hin- und Rückspielen. So wird die Rangfolge für die späteren Playoffs gebildet.

Den TSV Haching München betreffen all diese Dinge nicht mehr, wie sonst bei den Stützpunktteams endet seine Saison nach der Hauptrunde, also mit seinem letzten Rückrunden-Spiel am 15. Januar in Lüneburg. Vor allem aus finanziellen Gründen hatten die Hachinger mit der Liga bereits vor dem Saisonstart festgelegt, nur die Hauptrunde zu spielen. Absteigen können sie ohnehin nicht, weil der Abstieg pandemiebedingt wie in der vergangenen Saison ausgesetzt ist. Ihre Platzierung steht allerdings schon fest. Die Hachinger können auch rechnerisch den letzten Platz nicht mehr verlassen.

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