Süddeutsche Zeitung

Volleyball:Endstation Viertelfinale

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Vilsbiburgs Volleyballerinnen scheiden beim Liga-Zweiten SC Potsdam mit 0:3 aus dem DVV-Pokal aus. Ihr Trainer sieht immerhin einen kleinen Aufwärtstrend - der aber auch am kommenden Samstag gegen Meister Dresden nicht viel helfen wird.

Von Sebastian Winter

Die Roten Raben Vilsbiburg kennen sich aus mit Titelgewinnen im Volleyball, 2008 und 2010 wurden sie deutscher Meister, 2009 und 2014 Pokalsieger. Ein paar Jahre liegen diese Erfolge nun allerdings auch schon wieder zurück - und auch im DVV-Pokal wird in dieser Saison nicht die nächste Trophäe nach Niederbayern wandern (den Meistertitel können die auf Ligaplatz neun festhängenden Raben ohnehin nicht einplanen). Denn Vilsbiburg hat sein Viertelfinal-Spiel beim SC Potsdam klar 0:3 (22:25, 13:25, 26:28) verloren.

Trainer Florian Völker sah immerhin einen kleinen Aufwärtstrend nach zuletzt vier Liga-Niederlagen in Serie. "Wir haben zwei Sätze sehr ordentlich gespielt, standen in der Annahme viel besser als zuletzt und haben vorne eigentlich auch gut genug die Bälle gekillt." Nur die Ruhe und Cleverness in knappen Situationen habe gefehlt, "da wollten wir manchmal ein bisschen mit dem Kopf durch die Wand". Jene Ruhe strahlte im ersten und vor allem im dritten Satz Potsdam aus, das als selbstbewusster Liga-Zweiter ins Pokal-K.o.-Spiel gegangen war und nun im Halbfinale auf Dresden trifft.

Ob Schwabe doch noch etwas länger bleibt, ist bislang unklar

Den dritten Satz hielt Vilsbiburg vor allem dank seiner kolumbianischen Diagonalangreiferin Dayana Patricia Segovia Elles offen, die mit insgesamt 21 Punkten Topscorerin der Partie war. Mehrmals forderten beide Klubs den Videobeweis an, das technische Hilfsmittel war in diesen Situationen wirklich hilfreich fürs Schiedsgericht. Auch wenn sie verloren, so zeigten die Roten Raben besonders in diesem Satz, dass sie sich auch in der Liga gerade ein wenig unter Wert verkaufen. Das hängt natürlich auch mit ihrem großen Verletzungs-und Krankheitspech zusammen, das sie bislang in dieser Saison heimsucht.

Zuletzt erkrankte Katharina Schwabe, die erst Anfang November und eigentlich nur für diesen einen Monat nachverpflichtet worden war, an Corona - und verpasste neben dem Pokalspiel in Potsdam auch das Heimspiel gegen denselben Gegner (2:3) und die Partie in Suhl (1:3). Schwabe sollte, so der Plan, im Laufe des Montags nach dem Pokal-Viertelfinale durch ein negatives PCR-Ergebnis freigetestet werden, ob sie aufgrund der besonderen Umstände doch noch etwas länger in Vilsbiburg bleibt, ist noch unklar. "Wir müssen da auch noch den Verlauf der Woche abwarten", sagt Völker, der darauf hofft, dass sich die Personalsituation weiter bessert. Am kommenden Samstag geht es für die Roten Raben ja schon in der Bundesliga weiter - gegen den deutschen Meister Dresden.

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