Rassismusvorfälle in Spanien:Es grollt am Zuckerhut

Rassismusvorfälle in Spanien: Die Lage eskaliert: Bei der Partie in Valencia versucht Antonio Rüdiger seinen Mitspieler Vinícius (li.) noch zu beruhigen.

Die Lage eskaliert: Bei der Partie in Valencia versucht Antonio Rüdiger seinen Mitspieler Vinícius (li.) noch zu beruhigen.

(Foto: eu/Imago)

Nach massiven Anfeindungen gegen Vinícius erstattet sein Klub Real Madrid Anzeige, sein Heimatland Brasilien prüft strafrechtliche Schritte - und in Spanien debattieren Politik und Medien über den Rassismus im Land.

Von Javier Cáceres

Die Rassismus-Affäre um Real Madrids Fußballer Vinícius Jr. vom Wochenende hat zu enormen diplomatischen Dissonanzen zwischen Brasilien und Spanien geführt. Brasiliens Justizminister Flávio Dino erklärte, sein Land prüfe "extraterritoriale" Maßnahmen, um die wiederholten Angriffe gegen den brasilianischen Nationalspieler in Spanien strafrechtlich zu verfolgen. "Es wäre ohne Frage ein extremes Mittel, aber es könnte funktionieren und nötig sein", sagte Dino. Am Vortag hatte Staatspräsident Luíz Inácio Lula da Silva am Rande des G-7-Gipfels im japanischen Hiroshima erklärt, dass Vorkehrungen getroffen werden müssten, "um zu verhindern, dass der Rassismus und Faschismus die Fußballstadien erobern".

Zur SZ-Startseite

SZ PlusRassismus im Fußball
:Es steckt im System

Der Trainer ist weiß, der Klubverantwortliche auch, aber der Außenbahnspieler nicht? Rassismus-Debatten konzentrieren sich oft auf Skandale. Dass Rufe wie in Duisburg geahndet werden, ist ein Zeichen - doch die wahren Probleme liegen tiefer.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: