Daniel-André Tande

Im Dezember 2015 war es noch eine Mitfavoriten-Mannschaft. Vier bis fünf Springer aus Norwegen hatten sich nach Podestflügen zuvor für die Vier-Etappen-Reise empfohlen. Am Ende wurde Kenneth Gangnes Dritter, und als Mannschaft wurden die Norweger drei Wochen später Skiflug-Weltmeister. Heute ist davon nur noch einer als Favorit übrig: Daniel-André Tande, der Zweite des Gesamtweltcups.

Gangnes zog sich im Training einen Kreuzbandriss zu, der Rest leidet unter rätselhaften Schwankungen. Andreas Stjernen (Elfter im Gesamt-Ranking) und Anders Fannemel (23.) pendeln im vorderen Mittelmaß, Robert Johansson (30.) und Tom Hilde (34.) im mittleren und Johann Andre Forfang (40.) gar im hinteren Mittelmaß. Tande ist vom Einbruch des Teams aber unberührt. Er hat sich als Einziger weiterentwickelt und zeigt derzeit nach Domen Prevc den offensivsten Flugstil. Ein Schnellstarter ist er nicht, aber auch kein Spätberufener, Tande hat mit 22 Jahren 25 Top-Ten-Plätze erreicht. Doch gerade das könnte sein Vorteil sein. Er hat sich immer weiter stabilisiert und kann auch über einen längeren Zeitpunkt Bestleistungen bieten. Vielleicht sogar jetzt schon, über die neun Tage dieser Tournee.

Bild: AP 28. Dezember 2016, 14:542016-12-28 14:54:09 © SZ vom 28.12.2016/fued