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Vidal beim FC Bayern:Jupp erweckt Arturo

Bayern München - FC Augsburg

Bayern-Trainer Jupp Heynckes (l.) gratuliert Arturo Vidal zu seiner Leistung gegen den FC Augsburg.

(Foto: dpa)

Der Wortlaut unterschied sich von Quelle zu Quelle, aber im Grunde meinten alle das Gleiche. "Super trainiert" habe Arturo Vidal, sagte Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic am Samstagabend. Arjen Robben fand, Vidal habe "sehr gut" trainiert, während Jupp Heynckes der Superlativ gehörte. In dieser Woche, sagte er, habe Vidal "überragend trainiert".

Super/sehr gut/überragend: Bayerns Arturo Vidal, 30, hat im Training offenbar seine Kollegen und Vorgesetzten beeindruckt. Wobei sich angesichts der Häufigkeit des Lobs über Vidals gelungene Trainingsleistungen ein bisschen die Frage stellte: Wie hat er vorher trainiert?

FC Bayern in der Einzelkritik

Vidal macht Werbung für sich selbst

Dass am Samstag so viele Menschen über Vidal und sein Training gesprochen haben, lag zuvorderst an seiner Leistung beim 3:0 gegen den FC Augsburg. Vidal, angetreten im zentralen Mittelfeld, hatte das 1:0 selbst erzielt, mit einem wuchtigen Schuss aus der Drehung. Er hatte das 2:0 vorbereitet, indem er erst Caiuby den Ball im Mittelfeld abjagte und dann präzise in den Lauf von Robert Lewandowski passte. Beinahe hätte er per Kopf sogar erneut getroffen, was aber die Latte und Marwin Hitz verhinderten. Andererseits: Ein weiteres Tor war auch gar nicht mehr nötig, die Botschaft war ja angekommen: Arturo Vidal hatte sein bestes Saisonspiel gemacht.

"In so einer Verfassung ist er super für unsere Mannschaft", sagte Innenverteidiger Niklas Süle und argumentierte durchaus egoistisch: "Da konnte man sich ein bisschen zurücknehmen, weil er schon so viel abgesaugt hat." Jupp Heynckes sagte, er sei sehr zufrieden mit Vidal - wie mit allen anderen auch. Aber er berichtete auch von einer zweieinhalb Wochen alten Episode, damals habe er ein "längeres Gespräch" mit Vidal geführt: "Ich habe ihm gesagt, dass ich mit seinem gesamten physischen Zustand nicht zufrieden bin, dass er was verändern muss, vor allen Dingen, wenn er spielen möchte. Das hat er nicht ganz so gesehen", berichtet Heynckes. "Aber er hat dann von dem Zeitpunkt an anders trainiert, sich anders verhalten im Training und auch in dieser Woche überragend trainiert. Man hat das schon gesehen. Ich weiß ja, was er zu leisten vermag."