bedeckt München 20°

Bundesliga:Wo bleibt die rettende Serie?

Unter den Statistiken und hinter all den gut gemeinte Sätzen verbarg sich am Ende aber eine Wahrheit, die den beiden großen Traditionsklubs nicht gefallen kann. Die Wahrheit aus Nürnberger Sicht lautet, dass diese tapfere kleine Mannschaft sich gerade lobenswert an ihrem Limit befindet, und dass dieses Limit trotzdem nur für Platz 17 reicht. Der Club ist einfach nicht besser besetzt, und alles, was der kreative Matheus Pereira nicht erledigt, erledigt keiner. Die VfB-Wahrheit hingegen lautet, dass diese grundsätzlich schon etwas größere Mannschaft zumindest in dieser Saison ihr Limit nicht mehr erreichen wird.

"Aufwachen, aufwachen" riefen die VfB-Fans in der Cannstatter Kurve nach Schlusspfiff, es war am Ende der passende Soundtrack für dieses Spiel. Sollten sie beim VfB immer noch heimlich davon geträumt haben, dass diese eigentlich doch viel zu gut besetzte Mannschaft demnächst doch noch eine rettende kleine Serie startet: Dann dürfte dieses 1:1 gegen den Club diese Träume erst mal beendet haben. Denn das war ja das Ernüchternde an diesem durchaus strebsamen, aber am Ende doch zu harmlosen VfB: dass es diesmal keine Helden mehr in Reserve gab.

Sonst haben sie beim VfB ja immer sagen können: Ja, wenn der Didavi erst mal wieder mitspielt! Und wenn der Trainer mal checkt, dass er endlich diesen rasenden Donis bringen muss! Und wenn die mal beide zusammen spielen, und dann noch der torgefährliche Zuber dabei ist und vielleicht der leidenschaftliche Gonzalez und sowieso der gute, alte Gomez ... !

Gegen Nürnberg hatte der VfB zumindest in der Schlussphase all seine Waffen dabei, aber er hat offenbar verlernt, diese Waffen auch einzusetzen. Dank der guten Einzelfüße kann der VfB immer mal gefährlich werden, aber die Füße folgen keiner gemeinsamen Idee - und wenn dann noch Daniel Didavi, der beste Fußballer im Kader, nach langer Verletzungspause nur wie ein halber Didavi spielt, dann reicht auch ein anständig organisierter Siebzehnter, um den VfB zu kontrollieren. Zumal Mario Gomez auch ohne lange Verletzungspause nur wie ein halber, eher wie ein viertel Gomez spielt. Der VfB muss sich damit abfinden, dass er zurecht Sechzehnter ist.

Man werde das jetzt "zusammen durchziehen", hat der Sportchef Thomas Hitzlsperger später noch gesagt und damit Markus Weinzierl gemeint. Sie werden im Zweifel also auch die Relegationsspiele mit dem umstrittenen Trainer angehen, vorausgesetzt natürlich, sie müssen vorher nicht noch die kleine Mannschaft aus Nürnberg passieren lassen.

Bundesliga Das war's noch nicht!

Meisterschaft

Das war's noch nicht!

Beim 5:0 der Bayern gegen den BVB ist eigentlich nicht viel passiert. Der Titel-Kampf dürfte spannend bleiben: Dortmund hat das leichtere Restprogramm - München ein ewiges Reizklima.   Kommentar von Klaus Hoeltzenbein