Die Vorbereitungen des VfB Stuttgart auf das Champions-League-Spiel bei Juventus Turin begannen in der 74. Minute des Bundesligaspiels beim FC Bayern. Beim Stand von 2:0 für die Münchner leuchteten am Spielfeldrand die Täfelchen mit den Nummern „26“ und „18“ auf, und die dazugehörigen Stuttgarter Deniz Undav und Jamie Leweling trabten vom Rasen. Die schwarzen Täfelchen erfüllten in diesem Fall die Funktion einer weißen Fahne: Die Abberufung der Nationalstürmer glich einer Kapitulationserklärung und dem Eingeständnis, dass der schlechtestmögliche Fall eingetreten war. Undav und Leweling hatten sich müde gelaufen und schlechte Laune wegen einer Niederlage, die am Ende noch doppelt so hoch ausfallen sollte (0:4).
Stuttgart in der Champions LeagueKöpfe voll, Körper leer
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Nach seiner Spektakelsaison müsste der VfB nun organisch wachsen. Doch die Teilnahme an der Champions League bringt ein Belastungsdilemma: Binnen vier Tagen gegen die Bayern und Juventus - da fallen seriöse Personalentscheidungen schwer.
Von Christof Kneer, Turin

Machtkampf beim FC Bayern:Der große Wurf
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