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Vettel triumphiert am Nürburgring:Verletzter Kameramann in der Box

Es blieb nicht der einzige gefährliche Zwischenfall des Nachmittages. In der 25. Runde musste der Franzose Jules Bianchi seinen Marussia nach einem Motorschaden am Streckenrand abstellen. Das Auto fing Feuer. Der Brand war schnell gelöscht, der Wagen aber blieb nicht dort stehen, wo Bianchi ihn geparkt hatte. Als ein Kran anrückte, um das Auto aus dem Weg zu schleppen, rollte dieses rückwärts über die Strecke. Es kam erst zum Stehen, als es auf eine Werbetafel traf. Nach den zahlreichen Reifenschäden beim Groß- britannien-Grand-Prix sieben Tage zuvor waren dies zwei weitere Pannen, die kritische Fragen zur Sicherheit aufwerfen.

Zehn Zylinder der Formel 1

"Will mein Leben nicht für diese verdammten Reifen riskieren"

Die Reifen, die in Silverstone für viel Gesprächsstoff gesorgt hatten, boten dieses Mal keinen Anlass zur Sorge. Die Drohung der Fahrer, den Grand Prix abzubrechen, sollten wieder Pneus platzen, blieb eine Drohung. Weder im Training, noch in der Qualifikation oder im Rennen gab es einen Reifenschaden, obwohl die Asphalt-Temperaturen am Samstag und am Sonntag Werte von mehr als 40 Grad erreichten, was auf der Rennstrecke in der Eifel selten vorkommt.

Enttäuschend blieb die Mannschaft, die zuletzt im Aufwind war: Mercedes. Lewis Hamilton konnte den besten Startplatz nicht lange verteidigen. Er konnte auch den dritten Platz, den er nach der ersten Kurve belegte, nicht lange halten. Wie zuvor schon etliche Male wurde der Brite im Rennen durchgereicht und musste sich am Ende mühen, Fünfter zu werden vor Jenson Button (McLaren), Mark Webber (Red Bull) und Sergio Perez (McLaren).

Nico Rosberg im zweiten Mercedes wurde Neunter. Der Silverstone-Sieger hatte bereits am Samstag gepatzt. Im zweiten Qualifikationsdurchgang hatte er es verpasst, ein zweites Mal auf die Strecke zu gehen, als diese sich dramatisch verbesserte. Der Kommandostand hatte hochgerechnet, dass Rosbergs zuvor gesetzte Zeit reichen würde, und Reifen sparen wollen. Eine Fehlkalkulation. Rosberg schied aus und durfte nur als Elfter an die Startampel, was ihn schockte: "Ich weiß gar nicht, warum ich jetzt hier stehe", sagte er, als er vor die TV-Kameras trat, als Vettel und Hamilton sich um die Pole Position duellierten.

Formel 1 Vettel rast zum ersten Heimsieg
Formel 1 am Nürburgring

Vettel rast zum ersten Heimsieg

Das gab es noch nie: Erstmals in seiner Karriere gewinnt Sebastian Vettel den Grand Prix am Nürburgring. Der Weltmeister liefert eine blitzsaubere Fahrt ab und lässt Kimi Räikkönen knapp hinter sich - Nico Rosberg wird nur Neunter. Ein Boxen-Malheur von Red Bull sorgt für Aufregung.

Für Nico Hülkenberg endete das Heimspiel versöhnlich. Von Startplatz zehn aus wurde der Sauber-Fahrer Zehnter, wobei er wie Räikkönen am Ende eine tolle Aufholjagd zeigte. Adrian Sutil erreichte im Force India als Dreizehnter das Ziel.