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Vertrag nach Leihe:BVB verpflichtet Emre Can fix

Bayer 04 Leverkusen v Borussia Dortmund - Bundesliga

Emre Can.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Nach der Leihe von Juventus bekommt der deutsche Nationalspieler einen Vertrag in Dortmund. Sportvorstand Lutz Pfannenstiel bittet Fortuna Düsseldorf um die Auflösung seines Vertrages.

BVB, Can: Der Transfer von Fußball-Nationalspieler Emre Can zu Borussia Dortmund in diesem Sommer nach seiner halbjährigen Leihe von Juventus Turin ist offiziell perfekt. Die beiden Vereine hätten sich auf einen permanenten Transfer geeinigt, teilte Bundesligist Borussia Dortmund vor dem Champions-League-Kracher gegen Paris Saint-Germain am Dienstag mit. Cans Leihe endet im Juni. "Ab dem 1. Juli tritt ein bis zum 30.06.2024 gültiger Kontrakt in Kraft", hieß es vom BVB. Der 26 Jahre alte Profi war Ende Januar von Juventus aus der Serie A zur Borussia gewechselt. Bereits damals war klar, dass Can nach der Ausleihe fest verpflichtet werden sollte. Dem Vernehmen nach soll für die Dortmunder eine Ablöse inklusive Bonuszahlungen in Höhe von 25 Millionen Euro für den Defensiv-Allrounder fällig werden. Can spielte in seiner Karriere auch schon für den FC Bayern, Bayer 04 Leverkusen und den FC Liverpool.

Fortuna Düsseldorf, Budnesliga: Sportvorstand Lutz Pfannenstiel verlässt Fortuna Düsseldorf zum Saisonende. Der 46-Jährige habe den Aufsichtsrat des Vereins um eine Vertragsauflösung gebeten, teilte der Fußball-Bundesligist am Dienstagabend mit. Neuer Sportdirektor wird demnach der bisherige Kaderplaner und Direktor Scouting Uwe Klein. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über die Personalie berichtet. "Es sind ausschließlich private Gründe, die es mir nicht möglich machen, meinen Vertrag bei der Fortuna über diese Saison hinaus zu erfüllen", sagte Pfannenstiel, der seit Dezember 2018 Sportvorstand in Düsseldorf war. Die Entscheidung sei ihm "sehr schwer gefallen". Klein kündigte an, nun parallel zum Kampf um den Klassenerhalt die Planungen für die kommende Saison vorantreiben zu wollen. "Ich bin dem Verein sehr dankbar für das entgegengebrachte Vertrauen", sagte der 50-Jährige, der seit 2014 Kaderplaner bei der Fortuna ist.

Düsseldorf liegt nach 22 Spieltagen mit 17 Zählern in der Bundesliga auf dem Relegationsplatz. Ende Januar hatte sich der Club von Trainer Friedhelm Funkel getrennt. Unter dessen Nachfolger Uwe Rösler holte das Team in der Liga zwei Punkte aus drei Spielen.

Nationalmannschaft, EM: DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat dem aussortierten 2014er-Weltmeister Thomas Müller ein kleines Hintertürchen für eine EM-Teilnahme offengelassen. "Ich bin mir sicher, dass Jogi nicht nur Thomas Müller sondern alle Spieler, die irgendeine Leistung bringen, noch einmal bewerten wird, und geschaut wird, inwieweit sie die Mannschaft voran bringen. Denn am Ende zählt der Erfolg der Mannschaft", sagte Bierhoff am Dienstag im Dortmunder Fußballmuseum. Bierhoff betonte allerdings auch, dass man "zum jetzigen Zeitpunkt der Meinung" sei, "dass gerade der Zusammenhalt der jungen Spieler, die Entwicklung untereinander enorm wichtig sind und gut funktioniert."

Bundestrainer Joachim Löw hatte Müllers Chancen auf eine Nominierung für die EM (12. Juni bis 12. Juli) zuletzt als "relativ gering" bezeichnet, "wenn die jüngeren Spieler fit sind". Der 100-malige Nationalspieler Müller, der bei Bayern München derzeit stark in Form ist, erklärte danach, dass ihn "die Europameisterschaft überhaupt nicht" interessiere.

DFB, zweite Liga: Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Zweitligisten 1. FC Nürnberg wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger in zwei Fällen mit einer Geldstrafe in Gesamthöhe von 32.700 Euro belegt. Bis zu 10.900 Euro davon kann der Verein für sicherheitstechnische und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Dies muss dem DFB bis zum 30. September 2020 nachgewiesen werden. Vor und während des Zweitligaspiels gegen den Karlsruher SC am 21. September 2019 hatten Nürnberger Zuschauer mindestens 26 pyrotechnische Gegenstände gezündet. Darüber hinaus brannten FCN-Fans während des Spiels bei Erzgebirge Aue am 18. Oktober 2019 Bengalische Feuer ab.

© Sz.de/dpa/sid/schm
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