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Verletzte Keeper beim Zweitligist:Nürnberg holt den sechsten Torwart

Der "Club" muss in der Not einen ungewöhnlichem Transfer tätigen. In den Niederlanden wird ein Spiel wegen rassistischer Rufe unterbrochen.

1. FC Nürnberg, Torhüter: Der FCN hat auf seine akute Torwartmisere reagiert und Felix Dornebusch verpflichtet. Der 25-Jährige unterzeichnet beim Club einen Kontrakt bis Saisonende und ist bereits am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) im Derby gegen Greuther Fürth spielberechtigt. In Christian Mathenia (gebrochene Kniescheibe), Andreas Lukse (Muskelfaserriss) und Patric Klandt (Achillessehnenriss) fallen beim 1. FCN derzeit gleich drei Torhüter aus. Zuletzt standen Benedikt Willert und Felix Kielkopf aus der U21-Mannschaft im Profikader. Dornebusch stand bis Sommer beim VfL Bochum unter Vertrag und war zuletzt vereinslos.

Fußball, Niederlande: Mit Entsetzen haben niederländische Politiker und der Fußballverband KNVB auf die rassistischen Sprechchöre während des Erstliga-Spiels (Eredivisie) FC Den Bosch gegen Excelsior Rotterdam (3:3) reagiert. Zum ersten Mal im niederländischen Profifußball unterbrach ein Schiedsrichter ein Spiel wegen Rassismus. Zehn Minuten vor der Pause entschied sich der Schiedsrichter dazu, die Partie vorläufig abzupfeifen, nachdem Excelsior-Spieler Ahmad Mendes Moreira, wenn er den Ball berührte, von den Tribunen aus mit Affengeräuschen und Liedern über den "Zwarte Piet" beleidigt wurde.

Moreira litt sichtlich unter diesen Anfeindungen, sodass der Schiedsrichter das Spiel auf Wunsch des Excelsior-Kapitäns unterbrach. Nach Beratungen erklärte sich Excelsior bereit, das Spiel zu Ende zu bringen. Kurz vor dem Pausenpfiff revanchierte sich Moreira mit einem Tor zum 1:2-Halbzeitstand. Das Spiel endete 3:3. Der niederländische Fußballverband KNVB und der FC Den Bosch haben eine Untersuchung angekündigt. "Es ist Wahnsinn, was hier passierte. Scheußlich", sagte KNVB-Direktor Erik Gudde.

Sieben Kurven der Formel 1

Rad abgeknickt, Hinterreifen aufgeschlitzt

Biathlon, Laura Dahlmeier: Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier ergänzt in der neuen Wintersport-Saison die ZDF-Crew und wird bei ausgewählten Biathlon-Übertragungen neben dem Experten Sven Fischer ihren Blick auf das Geschehen werfen. Erstmals wird die 26-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen beim Weltcup in Le Grand Bornand kurz vor Weihnachten in ihrer neuen Rolle tätig sein, teilte das ZDF am Sonntagabend mit. Auch in Ruhpolding sowie bei der WM im Februar in Antholz wird die Bayerin ihre Expertise für die Zuschauer einbringen.

Dahlmeier hatte im Mai ihren Rücktritt vom Leistungssport erklärt - nach zweimal Olympia-Gold, sieben WM-Titeln und 33 Weltcup-Siegen. Am vergangenen Samstag erlebte sie in Argentinien ihr Debüt bei der Berglauf-WM der Leichtathleten und landete auf der 42-Kilometer-Distanz auf Platz 27.

Fußball, U17-WM: Brasiliens Fußball-Nachwuchs hat den Heimvorteil genutzt und sich zum vierten Mal zum U17-Weltmeister gekrönt. Im Finale setzte sich die kleine Selecao gegen Mexiko mit 2:1 (0:0) durch. Den Führungstreffer der Mexikaner durch Bryan Gonzalez (66.) beantworteten die Hausherren im Finalort Gama spät durch Kaio Jorge (84./Elfmeter) und Lazaros Jokertor (90.+3). Im kleinen Finale besiegte Frankreich dank des Dreifach-Torschützen Arnaud Kalimuendo die Niederlande mit 3:1 (1:1). Der Nachwuchs des amtierenden Weltmeisters hatte zuvor im Halbfinale einen 2:0-Vorsprung gegen Brasilien verspielt, als Lazaro ebenfalls als Joker die Gastgeber mit seinem Tor zum 3:2 in der 89. Minute ins Endspiel schoss.

Deutschland hatte bei der EM im Mai in Irland keines der fünf Europa-Tickets für das 24 Teams umfassende WM-Turnier ergattert. Brasilien hatte zuvor 1997, 1999 und 2003 den Titel gewonnen. Rekordsieger ist mit fünf Triumphen Nigeria. Deutschland erreichte seine beste Platzierung bei der Erstauflage 1985, damals noch als U16-Turnier ausgetragen, als die von Horst Köppel trainierte Mannschaft in China im Finale Nigeria unterlag.

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