USA:Deutsche Fußballer in Amerika: Von Beckenbauer bis Schweinsteiger

Franz Beckenbauer wurde dreimal Meister mit Cosmos New York, aber ein viel unbekannterer Spieler war der erfolgreichste Deutsche in den USA.

Von Matthias Schmid

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Bastian Schweinsteiger (Chicago Fire)

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Quelle: AFP

Die Amerikaner erwarten Großes vom Weltmeister made in Germany. Doch zaubern kann auch Bastian Schweinsteiger nicht. Deshalb lacht er herzhaft wie ein oberbayerischer Lausbub, als er bei seiner ersten Pressekonferenz gefragt wird, ob er mit Chicago auch die Weltmeisterschaft gewinnen könnte. Schweinsteiger dürfte noch viel Spaß haben mit den Amerikanern und deren Soccer-Kenntnissen.

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Franz Beckenbauer (New York Cosmos)

Franz Beckenbauer New York Cosmos; Franz Beckenbauer

Quelle: imago/WEREK

Als erster prominenter deutscher Repräsentant wechselte der Fußball-Kaiser 1977 höchstpersönlich in die USA und versuchte, den Amerikanern das Spiel mit dem runden Ball näherzubringen. Franz Beckenbauer tänzelte und stolzierte in seinem zeitlos-eleganten Stil an der Seite von Pelé. Er gewann drei Meisterschaften und fühlte sich schnell so amerikanisch, dass er ernsthaft erwog, in New York sesshaft zu werden und die Staatsbürgerschaft anzunehmen. Das verriet er später. Das Angebot vom Hamburger SV verhinderte, dass der Münchner heute US-Bürger ist.

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Gerd Müller (Fort Lauderdale Strikers)

Franz Beckenbauer, Gerd Müller

Quelle: imago sportfotodienst

Zwei Jahre nach Beckenbauer entdeckte Gerd Müller (links im Bild) als zweiter Weltmeister von 1974 die unbegrenzten Möglichkeiten in den Staaten. Obwohl der Schwabe mit der amerikanschen Kultur und Sprache fremdelte, hatte er das Toreschießen natürlich nicht verlernt. Unterbrochen von einer halbjährigen Rückkehr nach München blieb er zwei Jahre in Florida und erzielte 38 Treffer in 71 Spielen. 1980 erreichte er mit Fort Lauderdale das Meisterschafts-Endspiel, verlor dort jedoch 0:3 gegen Beckenbauers New York.

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Karl-Heinz Granitza (Chicago Sting)

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Quelle: Privat

Auch Karl-Heinz Granitza konnte zwei Meisterschaften in den USA feiern. Karl-Heinz wer? In Deutschland war Granitza als Fußballer zunächst eher ein regionale Größe. Er wurde 1976 bei Röchling Völklingen Torschützenkönig der 2. Bundesliga Süd, stürmte danach drei Jahre für Hertha BSC. Seine Fußball-Karriere erfuhr erst nach seinem Wechsel zu den Chicago Sting eine ungeahnte Explosion. In fünf Jahren gewann er nicht nur zwei Meistertitel, sondern schoss auch 128 Tore. 1982 wurde er sogar zu Chicagos Sportler des Jahres gewählt. Bis 1990 spielte er in der Major League Soccer.

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Lothar Matthäus (New York Metro Stars)

METROSTARS LOTHAR MATTHÄUS

Quelle: dpa

Die Zeit von Lothar Matthäus in den USA war sehr viel kürzer, so kurz, dass nur ein legendäres Satz aus seiner ersten Pressekonferenz ("I hope, we have a little bit lucky") in seinem lässigen Franken-Englisch hängen geblieben ist. Bilder von Toren sucht man vergeblich. Zwar führte der Weltmeister von 1990 New York im Jahr 2000 in die Playoffs, aber ein Treffer bleibt ihm verwehrt.

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Torsten Frings (FC Toronto)

Torsten Frings

Quelle: imago sportfotodienst

Jürgen Klinsmann holte als Klubberater des FC Toronto 2011 seinen früheren Nationalspieler Torsten Frings (links im Bild) nach Kanada, mit seinen astreinen Grätschen stieg dieser dort schnell zum Publikumsliebling und Kapitän der Mannschaft auf, die im gleichen Jahr das Halbfinale der Concacaf-Champions-League erreichte. In der Meisertschaftsrunde begegnete Frings auch seinem früheren Bremer Mitspieler Frank Rost (rechts im Bild), der für Red Bull New York die Bälle hielt.

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Arne Friedrich (Chicago Fire)

Arne Friedrich

Quelle: dpa

Vielleicht trifft Bastian Schweinsteiger in den Katakomben des Fire-Stadions noch auf Arne Friedrich (links im Bild) - oder zumindest auf Bilder von ihm. Der 82-malige Nationalspieler war der erste deutsche Fußballer bei dem Klub. Obwohl er nach 16 Monaten dort seine Karriere wegen anhaltender Rückenprobleme beenden musste, denkt er gerne an die Zeit in der Stadt am Südwestufer des Michigansees zurück. Sie sei eine "zweite Heimat" für ihn geworden, sagt Friedrich heute.

© sz.de/schma/ebc
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