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US Open:Der verrückte Sieg des Juan Martín Del Potro

2017 US Open Tennis Championships - Day 8

"Ich war krank in den letzten beiden Tagen. Ich habe für euch so gekämpft": Juan Martín del Potro.

(Foto: AFP)

Der Argentinier liegt gegen Dominic Thiem schon 0:2 nach Sätzen zurück, wehrt zwei Matchbälle ab - und gewinnt noch. Im Viertelfinale trifft er auf Roger Federer.

Nach einem mitreißenden Tennis-Match fordert der Argentinier Juan Martin del Potro im Viertelfinale der US Open Roger Federer heraus. Der Turniersieger von 2009 holte im Achtelfinale gegen den Österreicher Dominic Thiem einen 0:2-Satzrückstand auf und gewann nach Abwehr zweier Matchbälle am Montagabend (Ortszeit) mit 1:6, 2:6, 6:1, 7:6 (7:1), 6:4.

Zwei Sätze lang war del Potro sichtlich angeschlagen und sah schon wie der sichere Verlierer aus, kämpfte sich dann aber angefeuert von den Zuschauern zurück. Im vierten Satz holte der 28-Jährige ein 2:5 auf und wehrte bei 5:6 zwei Matchbälle in Serie mit zwei Assen ab.

2009 bezwang er Federer im Finale

Dann entschied der Weltranglisten-28. den Tiebreak klar für sich und verwandelte nach 3:34 Stunden seinen zweiten Matchball. "Ich weiß nicht, was ich nach so einem großen Kampf sagen soll", erklärte er und richtete sich ans Publikum: "Ich war krank in den letzten beiden Tagen. Ich habe für euch so gekämpft." Als del Potro vor acht Jahren seinen bislang einzigen Grand-Slam-Titel feierte, bezwang er in New York den Schweizer Federer.

Bei den Damen verpasste die Weltranglisten-Vierte Jelina Switolina den Sprung ins Viertelfinale und hat damit keine Chance mehr, Karolina Pliskova in der kommenden Woche als Nummer eins abzulösen. Die 22 Jahre alte Ukrainerin verlor 6:7 (2:7), 6:1, 4:6 gegen Madison Keys aus den USA. Wenn die tschechische Vorjahresfinalistin Pliskova nicht erneut das Endspiel erreicht, wird die Spanierin Garbiñe Muguruza neue Nummer eins.

Keys trifft jetzt am Mittwoch auf die Qualifikantin Kaia Kanepi aus Estland, die überraschend als Weltranglisten-418. in die Runde der besten Acht einzog. Die Weltranglisten-16. ist nach Venus Williams, Coco Vandeweghe und Sloane Stephens die vierte US-Amerikanerin unter den besten Acht.

© SZ.de/dpa/chge
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