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US Masters im Golf:Langer träumt von einem historischen Sieg

US Masters Golf Bernhard Langer

Bernhard Langer (r.) spielt mit 55 Jahren immer noch grandioses Golf.

(Foto: AFP)

Sein 30. Start in Augusta, 20 Jahre nach seinem zweiten Triumph: Der deutsche Golf-Profi Bernhard Langer spielt bei den US Masters ganz stark, liegt vor der Schlussrunde nur fünf Schläge hinter der Spitze zurück. Mit 55 Jahren könnte er der mit Abstand älteste Sieger eines Major-Turniers werden.

Golf-Profi Bernhard Langer befindet sich beim 77. US Masters im Angriffsmodus und darf 20 Jahre nach seinem zweiten Triumph in Augusta sogar ein kleines bisschen von einem historischen Sieg träumen. Langer belegt bei seinem 30. Start beim ersten Major des Jahres in Georgia nach seiner 72er-Runde am Samstag mit 214 Schlägen den glänzenden neunten Platz. Sein Rückstand auf die beiden Spitzenreiter Angel Cabrera (Argentinien) und Brandt Snedeker (USA) beträgt fünf Schläge.

Sollte Langer auf der Schlussrunde (Liveticker bei SZ.de ab 16.40 Uhr) die Sensation gelingen, wäre der Anhausener mit 55 Jahren der mit Abstand älteste Major-Gewinner aller Zeiten. Rekordhalter ist der Amerikaner Julius Boros, der 1968 die US PGA Championship mit 48 Jahren für sich entschied. Ältester US-Masters-Champion ist der legendäre Jack Nicklaus, der 1986 bei seinem sechsten Triumph 46 Jahre alt war.

Und Langer denkt durchaus, dass er in der "Kathedrale des Golf" seinen dritten Coup nach 1985 und 1993 landen kann. "Ich glaube schon, dass es möglich ist", sagte der Schwabe. Grund für seinen Optimismus hat Bernhard Langer allemal. Nach seinen hervorragenden 71er-Runden an den ersten beiden Tagen kam das deutsche Golf-Idol am Samstag nach einem intensiven Kampf auf den Grüns mit einer Par-Runde ins Klubhaus.

Die langen Schläge kamen gut, doch leider gingen die die Putts oft nicht rein. 16 Pars standen ein Birdie (Loch 3) und ein Bogey (Loch 5) gegenüber. "So ist das nun mal in Augusta. Ich spiele so aggressiv, wie es möglich ist", sagte Langer, der aufgrund seiner geringeren Schlaglänge deutliche Nachteile gegenüber der meist jüngeren Konkurrenz hat. Dies macht er jedoch durch seine geballte Erfahrung wett.

Zudem kennt Langer in Augusta, wo er 1982 sein Debüt gab und bislang achtmal in den Top 10 landete, die Tücken des Kurses. Dies gilt auch für Tiger Woods, der 1995 als Amateur an der berühmten Magnolia Lane debütierte und inzwischen zum 19. Mal dabei ist. Eines war dem Amerikaner aber am zweiten Tag offenbar neu: Dass man den Ball bei einer Wiederholung an der Stelle droppen muss, wo man den ersten Schlag gemacht hat.

Dies tat Woods auf Runde zwei an Loch 15 jedoch nicht, ging nach eigenem Bekunden knapp zwei Meter zurück und wurde dafür mit zwei Strafschlägen belegt. "Ich wusste nicht, dass ich einen Fehler gemacht habe. Ich habe mich am Morgen mit dem Masters-Komitee getroffen und unterhalten. Ich verstehe und akzeptiere die Strafe und respektiere die Entscheidung", schrieb Woods via Twitter.

Statt mit drei unter Par ging der Topfavorit nur mit eins unter auf die dritte Runde. Doch Woods hakte das Malheur schnell ab, spielte eine 70 und belegt mit 213 Schlägen den siebten Platz. "Ich habe noch eine große Chance auf den Sieg", sagte der Kalifornier.

Im geschlagen Feld befindet sich der zweite deutsche Starter in Augusta: Martin Kaymer (Mettmann), der im vergangenen Jahr bei seiner fünften Teilnahme erstmals den Cut schaffte, kam an Tag drei mit einer 74 ins Klubhaus ("Ich habe gut gespielt, aber nichts gelocht") und rangiert mit 221 Schlägen auf der 44. Position. Dies war 2012 seine Schlussplatzierung. Kaymer liegt damit gleichauf mit Rory McIlroy, der am Samstag auf den zweiten neun Löchern ein Desaster erlebte.

Nach Loch fünf lag die Nummer zwei der Welt noch drei unter Par, doch es folgten drei Bogeys, ein Doppel-Bogey (Loch 15) und sogar ein Triple-Bogey an der 11. Der Nordire musste nach seinem Einbruch eine 79 auf der Scorerkarte quittieren und alle Hoffnungen auf das begehrte grüne Sieger-Jackett begraben.

© SID/dpa/hum
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