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US-Behörden:"Sie haben den Fußball gekidnappt"

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  • In einer Pressekonferenz in New York erklären die US-Justizministerin und der FBI-Direktor ihr Vorgehen bezüglich der Fifa.
  • Funktionäre hätten sich über Jahrzehnte systematisch berreichert. Die Ermittlungen seien erst am Anfang.
  • Die US-Behörden werden sich jedoch nicht mit der Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 an Russland und Katar befassen.

Die Frau steht entschlossen vor dem Mikrofon und sagt ziemlich entschlossen, was sie von der ganzen Geschichte hält: "Wir wollen diesen Praktiken und der Korruption ein Ende setzen und die Schuldigen zur Rechenschaft ziehen. Fußball soll ein integres und ehrliches Spiel bleiben." Natürlich ist es die Aufgabe von Loretta Lynch, solche Sachen entschlossen zu sagen. Sie ist US-Justizministerin und dass sie zusammen mit dem Direktor des FBI, James Comey, da steht, zeigt, welche Dimensionen der Skandal um den Fußball-Weltverband Fifa mittlerweile angenommen hat.

"Die Funktionäre waren gewählt, um die Regeln des Fußballs zu achten. Stattdessen haben sie dem Spiel großen Schaden zugefügt, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen und sich selbst zu bereichern", sagte Lynch während einer Pressekonferenz in New York. "Sie haben es immer und immer wieder gemacht. Jahr um Jahr, Turnier um Turnier." Der New Yorker Staatsanwalt Kelly Currie kündigte an, dass die Festnahmen nicht das Ende, sondern eher der Anfang der Ermittlungen seien.

Die WMs in Russland und Katar sind nicht im Fokus der USA

Lynch sagte, dass auch die Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 durch kriminelle Handlungen beschädigt wurde. Allein im Zusammenhang mit der Copa America 2016 in den USA seien rund 110 Millionen Dollar an Bestechungsgeldern geflossen. Auch der Hauptsitz des amerikanischen Verbandes Concacaf wurde durchsucht. Sechs Kronzeugen seien bereit auszusagen, darunter wohl der frühere US-Verbandschef Chuck Blazer.

Fußball-Weltverband

Das zwielichtige System der Fifa

In Bezug auf die Weltmeisterschaften in Russland 2018 und Katar 2022 sagte Lynch, die FIFA müsse "tief in ihre Seele blicken". Russland sieht sich als Gastgeber 2018 nicht belastet. Die betroffenen Funktionäre hätten "keine Beziehung" zu dem Turnier, sagte Sportminister Witali Mutko laut Agentur Interfax. Russland sei zur Zusammenarbeit mit den Behörden bereit. "Wir haben nichts zu verbergen." Auch bei der FIFA gibt es an den WM-Planungen keine Zweifel. Die amerikanischen Behörden befassen sich nicht mit der Vergabe der Turniere 2018 und 2022.

"Sehr aggressives Verhalten"

"Diese Art der Korruption und der Bestechung im internationalen Fußball läuft seit zwei Jahrzehnten", sagte Currie. Alle Angeklagten hätten das US-Finanzsystem für ihre Zwecke missbraucht und amerikanische Gesetze gebrochen. "Was sie gemein hatten, war die Gier." FBI-Direktor James Comey sagte, der Fußball sei ein wunderschönes Spiel. "Aber er wurde gekidnappt. Das wurde mit sehr aggressivem Verhalten durchgeführt und wir tolerieren dieses Verhalten nicht."

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Jahrzehntelange Korruption? Geldwäsche? Fifa-Chef Joseph Blatter ficht das nicht an. Er gibt sich als Reinigungskraft des Weltfußballs - und will sich am Freitag wiederwählen lassen. Experten glauben, die Affäre könnte ihn sogar stärken.   Von Thomas Hummel

Am frühen Mittwochmorgen sind in der Schweiz sieben hochrangige Fifa-Funktionäre des von der Kantonspolizei Zürich festgenommen und abgeführt worden. Darunter auch die beiden Fifa-Vizepräsidenten Jeffrey Webb (Kaimaninseln) und Eugenio Figueredo (Uruguay). Die Polizeiaktion im noblen Fünf-Sterne-Hotel "Baur au Lac" glich einem Hollywood-Film. Die in Zivil gekleideten Beamten, die wegen eines Amtshilfeegesuches aus den USA handelten, ließen sich an der Rezeption die Zimmerschlüssel geben und holten die Funktionäre aus ihren Zimmern.

Sechs der sieben festgenommenen Funktionäre, "widersetzen sich der Auslieferung an die USA". Das teilte das Schweizer Bundesamtes für Justiz (BJ) am Mittwochabend noch mit. Das Bundesamt werde nun die USA auffordern, für die Personen, die sich einer Auslieferung widersetzen, innerhalb der vorgesehenen Frist von 40 Tagen formelle Auslieferungsersuche zu stellen. Sobald diese Ersuche eingetroffen sind, werde das Auslieferungsverfahren weitergeführt. Allerdings können "diese sechs Personen" jederzeit einer vereinfachten Auslieferung zustimmen, teilte das Bundesamt mit.

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