Uruguay - Saudi-Arabien Feiertag für Luis Suárez

Uruguays streitbarer Stürmer führt seine Elf vorzeitig ins Achtelfinale. Im letzten Spiel gegen Russland geht es nun um den Gruppensieg.

Luis Suárez hatte am Mittwoch doppelten und dreifachen Grund zum Feiern: In seinem 100. Länderspiel für Uruguay schoss er seine Auswahl vorzeitig ins WM-Achtelfinale; der Angreifer besiegelte in der 22. Minute das 1:0 gegen Saudi-Arabien, durch das Uruguay und Russland (jeweils sechs Punkte) schon vor ihrem direkten Duell um den Gruppensieg am Montag für die K.-o.-Runde qualifiziert sind. Im Überschwang der Gefühle deutete Suárez beim Torjubel vor 42 678 Zuschauern gestenreich an, dass er demnächst zum dritten Mal Vater wird.

Grund zur Freude: Luis Suárez schoss das Tor für Uruguay.

(Foto: dpa)

Uruguays Trainer Oscar Tabarez wechselte nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen Ägypten auf zwei Positionen und beorderte auf den Außenpositionen Carlos Sanchez und Cristian Rodriguez in die Startelf. Damit sollten die beiden gefährlichen Stürmer Suárez und Edinson Cavani mit Vorlagen versorgt werden. Allerdings entwickelte der zweimalige Weltmeister gegen den Außenseiter, der mit einem 0:5 gegen Russland ins Turnier gestartet war, bei Temperaturen von mehr als 30 Grad nur wenig Dynamik und tat sich wie beim ersten Spiel recht schwer. Suárez nutzte aber seine zweite Chance im Spiel und traf nach einem Eckball zum 1:0. Für den Offensivspieler des FC Barcelona war es der 52. Treffer im Nationalteam, zudem ist der 31-Jährige der erste Spieler seines Landes, der bei drei Weltmeisterschaften getroffen hat.

Torjäger schnappt zu - Die Daten zum zweiten Sieg von Uruguay

URUGUAY - SAUDI-ARABIEN 1:0 (1:0)

Uruguay: Muslera (Galatasaray/32 Jahre/99 Länderspiele/0 Tore) - Varela (CA Penarol/25/5/0), Gimenez (23/44/6), Godin (bd. Atlético Madrid/32/ 118/8), Cáceres (Lazio Rom/31/78/4) - Sánchez (Monterrey/33/37/1), ab 82. Nandez (Boca Juniors/22/14/0), Vecino (Inter Mailand/26/24/1), ab 59. Torreira (Sampdoria Genua/22/5/0), Bentancur (Juventus Turin/20/9/0), Rodriguez (Penarol/ 32/107/11) ab 59. Laxalt (FC Genua/25/7/0) - Suárez (FC Barcelona/31/100/52), Cavani (Paris/31/ 103/42). - Trainer: Tabarez (71 Jahre).

Saudi-Arabien: Al-Owais (Al-Ahli/26 Jahre/7 Länderspiele/0 Tore) - Al-Burayk (Al-Hilal/25/11/0), Osama Hawsawi (Al-Hilal/34/137/7), Al-Bulayhi (Al-Hilal/28/5/0), Al-Shahrani (Al-Hilal/26/37/0) - Otayf (Al-Hilal/25/15/1) - Bahebri (Al-Shabab/25/7/0), ab 75. Kanno (Al-Hilal/23/7/1), Al-Jassim (Al-Ahli/33/134/19), ab 44. Al Moqahwi (Al-Ahli/30/17/1), Al-Faraj (Al-Hilal/28/41/2), Al-Dawsari (FC Villarreal/26/33/4) - Al-Muwallad (UD Levante/23/47/10), ab 78. Al-Salawi (Al-Nassr/31/42/28). - Trainer: Pizzi (50).

Tor: 1:0 Suárez (23.). - Schiedsrichter: Turpin (Frankreich). - Gelbe Karten: keine. - Erweiterte Statistik; Torschüsse: 14:8. - Ecken: 3:4. - Ballbesitz (in Prozent): 48:52. - Zweikämpfe: 77:68. - Zuschauer (in Rostow am Don): 42 678.

Saudi-Arabien zeigte mit einer auf vier Positionen veränderten Mannschaft eine bessere Leistung als im Auftaktspiel und hatten auch Offensivaktionen. In der 26. Minute kam Hattan Bahbir zu einer Gelegenheit, doch Uruguays Torhüter Fernando Muslera konnte den Ball abwehren. Ansonsten behielt die von Abwehrchef Diego Godin bestens organisierte Defensive der Südamerikaner die Oberhand gegen die im Angriff doch sehr harmlose Elf von Trainer Juan Antonio Pizzi.

Einen deutlicheren Sieg vergaben am Ende zweimal Cavani und Sanchez, der mit einem Flugkopfball knapp scheiterte (62.). Im Kampf um den Gruppensieg müssen die Südamerikaner im letzten Spiel gegen Russland gewinnen, da die Gastgeber das weitaus bessere Torverhältnis haben.