Box-Weltmeister Oleksandr Usyk:"Sie haben mich gebeten zu gehen, um zu kämpfen"

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Box-Weltmeister Oleksandr Usyk: Die Freiheit der Ukraine verteidigen, mit Worten, Farben und Fäusten: Oleksandr Usyk, hier beim Training am Dienstag in Dschidda, ist auf einer Mission.

Die Freiheit der Ukraine verteidigen, mit Worten, Farben und Fäusten: Oleksandr Usyk, hier beim Training am Dienstag in Dschidda, ist auf einer Mission.

(Foto: Hassan Ammar/AP)

Nach seinem überraschenden WM-Erfolg gegen Anthony Joshua wollte Oleksandr Usyk mit der Waffe in der Hand Russland besiegen. Doch in der Ukraine machte man ihm klar, dass er im Boxring mehr für seine Heimat tun kann.

Von Benedikt Warmbrunn

Die Reise, die für Oleksandr Usyk an diesem Samstag damit enden soll, dass er seine drei WM-Titel im Schwergewicht verteidigt, nahm ihren Anfang in einem Krankenhaus. Wenige Wochen zuvor war Usyk in sein Heimatland zurückgekehrt, in die Ukraine. Er wollte bei der Verteidigung der Hauptstadt Kiew helfen, auf mehreren Fotos ist er neben Soldaten zu sehen, in der Hand ein Sturmgewehr. Doch nicht alle wollten, dass er ihnen an der Front hilft. Bereits im März erhielt Usyk vom ukrainischen Sportminister eine Ausnahmegenehmigung: Er dürfe das Land verlassen für den Rückkampf gegen den Briten Anthony Joshua, dem Usyk im vergangenen September in einer strategisch und technisch überlegenen Art dessen Titel abgenommen hatte. Es war ein Angebot, das Usyk erst einmal ablehnte. Er wollte in Kiew bleiben. Er wollte keine Ausnahme sein, er wollte sein wie seine Freunde, die alle antraten, um den russischen Angriffskrieg aufzuhalten. Dann besuchte er ein Krankenhaus in der Hauptstadt.

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