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U21-Stürmer Lukas Nmecha:Wechselt Nmecha bald in die Bundesliga?

Er lebte in Hamburg, bis er neun war. Seine Mutter kommt aus Mönchengladbach, sie spricht Deutsch mit ihm, sein Vater kommt aus Nigeria. Mit der Mutter und zwei Geschwistern zog er nach England, wo sein Vater eine Anstellung als Wachmann gefunden hatte. In Hamburg hatte er nur im Park Fußball gespielt, in England kickte er im Schulteam, war dort der Beste. "Da war eine Frau, die Mary hieß, die kannte jemand, der bei City arbeitet. Ich weiß nicht, was passiert ist, aber sie haben mich einfach angerufen", so erklärt er, wie er zu einem der inzwischen besten Klubs der Welt kam, der damals noch nicht der Verein von Investoren aus Abu Dhabi war. Bei ManCity ist er einer der Spieler, die der Klub noch an kleinere Vereine verleiht. Sie sind so viele, dass sich eine eigene Whatsapp-Gruppe für die Leihspieler lohnt. Nmecha verbrachte die vergangene Saison bei Preston North End in der zweiten Liga, harter Fußball, er machte 41 Spiele als Stürmer, schoss drei Tore, legte acht vor. "Ich habe viel gelernt, gerade in den Zweikämpfen", erzählt er. Kuntz plant mit ihm als Stürmer in der Mitte, den Spielertyp gibt es in Deutschland nicht oft. Ein kleines bisschen mehr als der variable Luca Waldschmidt, der bislang fünf EM-Tore schoss, ist Nmecha, 1,85 Meter groß, ein typischer Spieler für die Nummer neun. Es ziehe ihn immer wieder in die Mitte, sagt er, "das mag ich einfach". Beim DFB werde schneller gespielt als in England, sagt er, mit weniger Fehlern und weniger Duellen im Eins-gegen-eins. Vielleicht liegt ihm das eher. Nmecha steht noch bis 2021 bei ManCity unter Vertrag, aber er weiß noch nicht, wo er nächste Saison spielt. Der Klub wird ihn wohl wieder verleihen wollen, mit Trainer Pep Guardiola hat er noch nicht darüber gesprochen. "Die sind jetzt alle im Urlaub. Da möchte ich nicht nerven", sagt er. Der Verteidiger Vincent Kompany, mit dem er in Manchester trainierte und der ihm beibrachte, wie man als Stürmer den Ball so fordert, dass es Verteidigern nicht gefällt, dieser Kompany ist nun Spieler und Manager beim RSC Anderlecht.

Nmecha lächelt verlegen, wenn man ihn fragt, ob er dort bald spielen könnte. Es soll auch Möglichkeiten geben, in die Bundesliga zu wechseln. Die Mitspieler aus der U 21, sagt er, würden schon ständig sagen: "Komm zu mir, komm zu mir!" Er scheint nicht abgeneigt zu sein.

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