Turnier in Monte Carlo Kohlschreiber und Mayer eine Runde weiter

Der deutsche Tennisprofi Kohlschreiber hat beim Turnier in Monte Carlo das Achtelfinale erreicht, auch Mayer ist eine Runde weiter. Messi hat seine Verletzung komplett auskuriert und kann gegen Bayern spielen. Die russische Anti-Doping-Agentur Rusada sperrt nach positiven Tests gleich acht Gewichtheber auf einmal.

Sportnachrichten in Kürze

Tennis, Monte Carlo: Die deutschen Tennisprofis Philipp Kohlschreiber (Augsburg) und Florian Mayer (Bayreuth) haben beim ATP-Masters-Turnier in Monte Carlo jeweils die nächste Runde erreicht. Kohlschreiber setzte sich mit 6:2, 2:6, 7:6 (7:3) gegen den Qualifikanten Pablo Andujar aus Spanien durch und steht damit bereits im Achtelfinale. "Mit Kampf und Willen habe ich das heute drehen können. Ich habe sicher auch ein bisschen Glück gehabt, aber das braucht es manchmal", sagte Kohlschreiber, der in der Runde der letzten 16 auf den ehemaligen Weltranglistenersten Rafael Nadal oder den Australier Marinko Matosevic trifft: "Nadal ist der beste Sandplatzspieler aller Zeiten. Es ist nie einfach gegen ihn." Mayer gewann in seinem Auftaktmatch nach 1:53 Stunden 5:7, 6:1, 6:2 gegen den Monegassen Benjamin Balleret, Wildcardinhaber und Nummer 589 der Weltrangliste. "Im ersten Satz habe ich mir das Leben selber schwer gemacht. Mein Aufschlag kam überhaupt nicht. Ich habe dann gemerkt, dass er etwas müde wird", sagte Mayer, der es nun in der zweiten Runde mit Roberto Bautista Agut aus Spanien zu tun bekommt.

Premier League, FC Arsenal: Auch Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski als Joker hat dem FC Arsenal die erhofften drei wichtigen Punkte im Rennen um die Champions-League-Plätze der englischen Premier League nicht bescheren können. Gegen den direkten Konkurrenten FC Everten kamen die drittplatzierten Gunners im Nachholspiel am Dienstag nicht über ein 0:0 hinaus. Podolski, der in der 69. Minute für Theo Walcott eingewechselt wurde, konnte keinen entscheidenen Akzente setzen. Innenverteidiger Per Mertesacker stand 90 Minuten auf dem Feld. In der Tabelle liegt Arsenal mit 60 Punkten weiter zwei Zähler vor dem Stadtrivalen FC Chelsea, der als Vierter jedoch zwei Spiele weniger absolviert hat. Auch die Tottenham Hotspur (58) liegen bei einem Spiel weniger in Schlagdistanz, Everton (56) ist Sechster. Der FC Chelsea kann den FC Arsenal bereits am Mittwoch mit einem Sieg beim FC Fulham auf Rang vier verdrängen, der lediglich zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt.

Doping, russische Gewichtheber: Die russische Anti-Doping-Agentur Rusada hat nach positiven Tests gleich acht Gewichtheber auf einmal gesperrt. Der Athlet Denis Schirjakow wurde auf Lebenszeit ausgeschlossen, wie Rusada am Dienstag im Internet mitteilte. Maxim Matwejew erhielt eine Sperre für vier Jahre. Die übrigen Sportler dürfen zwischen 15 Monaten und 2 Jahren nicht mehr an Wettkämpfen teilnehmen. Einzige Frau unter den Gesperrten ist Kristina Poterjachina. Der russische Gewichtheberverband habe die Entscheidung von Rusada umgesetzt, hieß es. Details wurden nicht genannt. Die nationale Anti-Doping-Behörde macht immer wieder Entscheidungen öffentlich, um Russlands Image als Sportnation zu verbessern.

Zehn Zylinder der Formel 1

Alonsos Rennen ist "clean"

Jahn Regensburg, Franciszek Smuda: Im Falle des Abstiegs wird Trainer Franciszek Smuda Zweitliga-Schlusslicht Jahn Regensburg nicht in die Fußball-Drittklassigkeit begleiten. Sollte der Klassenverbleib verpasst werden, werde der frühere polnische Nationalcoach dem Verein nicht mehr zur Verfügung stehen, teilten die Oberpfälzer am Dienstag mit. Smuda war erst in der Winterpause zum Aufsteiger gekommen. Unter der Regie des 64-Jährigen konnte Regensburg aber nur einen einzigen Sieg einfahren und hat bei bereits zehn Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz kaum noch Chancen auf Rettung.

Champions League, FC Barcelona: Lionel Messi hat seine Verletzung komplett auskuriert und kann im Champions-League-Halbfinale gegen den FC Bayern München für den FC Barcelona spielen. Wie die spanischen Zeitungen Marca und As am Dienstag berichteten, bekam der vierfache Weltfußballer nach Fitnesstests Grünes Licht von den Club-Medizinern. Messi hatte sich Anfang des Monats im Viertelfinal-Hinspiel der Fußball-Königsklasse bei Paris St. Germain (2:2) eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Im Rückspiel konnte er nur eine knappe halbe Stunde mitwirken, trug aber beim 1:1 maßgeblich zum Weiterkommen Barças bei. Der FC Bayern München empfängt die Katalanen am Dienstag kommender Woche zum Hinspiel in München. Am 1. Mai findet die zweite Partie in Barcelona statt. Der Sieger zieht ins Endspiel am 25. Mai im Londoner Wembleystadion ein.

Champions League, BVB: Hans-Joachim Watzke hat nach den Tumulten in Dortmund Fehler beim Ticketverkauf für das Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Real Madrid eingeräumt. "Wir haben den unfassbaren Ansturm unterschätzt. Das müssen wir uns auf die Fahnen schreiben", sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag. Künftig werde der Verein "bei solchen Spielen keinen freien Vorverkauf mehr anbieten", betonte der BVB-Boss. "Wir werden unsere Lehren daraus ziehen. Diese Maßnahme wird uns insbesondere dabei helfen, noch effektiver den Schwarzmarkthandel zu bekämpfen." In der Nacht zum Dienstag war es an verschiedenen Vorverkaufsstellen in Dortmund zu Auseinandersetzungen und Ausschreitungen von "Fans" gekommen. Nach der BVB-Ankündigung, ab 8.30 Uhr am Dienstag ein bestimmtes Ticket-Kontingent für den Mega-Hit gegen Real am 24. April an den üblichen Vorverkaufsstellen anzubieten, hatten Hunderte Fans seit Sonntag u.a. vor der BVB-Geschäftsstelle campiert. Inzwischen ist das Spiel ausverkauft. Alle 66 829 Karten sind vergriffen. Da an einigen Schaltern in der Innenstadt kein Sicherheitsdienst eingesetzt worden sei, hatte die Polizei seit Mitternacht immer wieder einschreiten müssen. Es gab nach Dortmunder Polizeiangaben "tumultartige Zustände an den Vorverkaufsstellen des BVB". Inzwischen hat sich die Lage wieder beruhigt.

Fußball-WM: Erneute Probleme bei der Fertigstellung des Fußball-WM-Stadions in Brasiliens Hauptstadt Brasília. Zwei Monate vor Beginn des Confed Cups (15. bis 30 Juni 2013) wurde die für kommenden Sonntag geplante Eröffnung des Mané-Garrincha-Stadions verschoben. Das teilten Offizielle mit. Regen sorgt für Verzögerungen bei der Verlegung des Rasens im Stadion, das nun am 18. Mai eröffnet werden soll. "Ohne Rasen wäre es, als würde man ein Theater ohne Bühne eröffnen," sagte Brasílias WM-Sekretär Claudio Monteiro Reportern. Am 15. Juni ist die Arena Schauplatz des Eröffnungsspiels des Confed Cups zwischen Gastgeber Brasilien und Japan. Das 72.000 Zuschauer fassende Stadion in Brasília ist eine von sechs Spielstätten der WM-Generalprobe. Bisher sind nur vier der sechs Stadien fertiggestellt, auch das umgebaute Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro soll erst am 24. April offiziell eröffnet werden.

Formel 1, Reifen: Pirelli hat eine mögliche Lösung im Formel-1-Reifenstreit in Aussicht gestellt. Vom übernächsten Rennen an könnten die Autos demnach mit überarbeiteten und haltbareren Gummis an den Start gehen. "Die Entscheidung, ob wir die Reifenmischung verändern oder nicht, wird nach Bahrain bekanntgegeben und würde dann von Barcelona an angewendet", kündigte der Motorsportchef des italienischen Herstellers, Paul Hembery, in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa vor dem Großen Preis von Bahrain an diesem Wochenende an. Hembery wehrte sich aber gegen Kritik, die auch vom dreimaligen Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull) gekommen war, dass aktuell alles nur von den Reifen abhängt. "Das Reifenmanagement ist schon immer ein wesentlicher Bestandteil des Motorsports gewesen, das hat sich nicht geändert. Aber unterm Strich machen die Reifen die Formel 1 nicht zu einer Lotterie", befand er.

Formel 1, Lotus: Lotus kämpft um Kimi Räikkönen (33): Trotz der Gerüchte um einen Wechsel des Finnen zu Red Bull in der nächsten Formel-1-Saison geht der Rennstall von einem Verbleib seines Stars aus. "Wir sind da, wo wir sein wollen, er ist da, wo er sein will. Und ich kann garantieren, dass Kimi nicht die Art Mensch ist, die irgendeinen Vorvertrag unterschreibt", sagte Lotus-Mitbesitzer Gerard Lopez: "Wenn wir ihm weiter das geben, was er will, dann sehe ich keinen Grund für ihn, woanders hinzugehen." Das Verhältnis zwischen dem Finnen und Lotus sei ausgezeichnet. Red Bull hatte zuletzt nach dem offenen Bruch zwischen Weltmeister Sebastian Vettel und Mark Webber öffentlich Interesse an einer Verpflichtung von Räikkönen bekundet. "Kimi Räikkönen ist jemand, der bei uns auf der Liste für das nächste Jahr steht", sagte der mächtige Motorsportberater Helmut Marko. Und Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz meinte: "Kimi ist cool und schnell und immer ein Kandidat."

Basketball, NBA: Die Mini-Serie von Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA ist gerissen. Die Texaner unterlagen in ihrem vorletzten Saisonspiel den Memphis Grizzlies mit 97:103, nachdem sie zuvor zweimal nacheinander gewonnen hatten. Nowitzki, der beim 107:89 bei den New Orleans Hornets am Sonntagabend als 17. Spieler der NBA-Historie die 25.000-Punkte-Marke geknackt hatte, war mit 26 Zählern Topscorer der Partie. Auf die Tabelle hatte die 41. Niederlage im 81. Spiel für die Mavericks keine Auswirkung, da der Meister von 2011 die Play-offs bereits zuvor verpasst hatte - erstmals seit der Saison 1999/2000. Durch einen Sieg am Mittwoch beim Saisonabschluss gegen New Orleans könnte Dallas die enttäuschende Spielzeit immerhin noch mit einer ausgeglichenen Bilanz beenden. Wenige Tage vor dem Beginn der Meisterrunde hat sich Vorjahresfinalist Oklahoma City Thunder durch ein 104:95 gegen die Sacramento Kings den ersten Platz in der Western Conference gesichert. Beim 60. Sieg seines Teams bot Superstar Kevin Durant mit 29 Punkten, sieben Rebounds und acht Assists eine starke Leistung. Die Utah Jazz setzten sich bei den Minnesota Timberwolves mit 96:80 durch und wahrten die Chance auf den Einzug in die Endrunde.