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Turner Fabian Hambüchen:Meister trotz Absturz

Fabian Hambüchen

Wieder Deutscher Meister: Turner Fabian Hambüchen (Archivbild)

(Foto: Bernd Thissen/dpa)

Fabian Hambüchen patzt am Reck und wird dennoch Deutscher Meister. Dem deutschen Davis-Cup-Team fehlt nur noch ein Sieg. Handball-Pokalsieger SG Flensburg-Handewitt überrascht gegen Paris St. Germain.

Turnen, Fabian Hambüchen: Fabian Hambüchen hat am Samstag trotz eines Absturzes am Reck seinen insgesamt neunten deutschen Mehrkampftitel im Turnen gewonnen. Der 27-jährige Hesse kam bei seinem "Heimspiel" in Gießen vor fast 2500 Zuschauern auf 88,10 Punkte und verbuchte damit seinen vierten Allround-Erfolg in Serie und seinen insgesamt 36. Meistertitel bei nationalen Championats.

Tennis, Davis Cup: Dem deutschen Davis-Cup-Team fehlt nur noch ein Sieg zum Verbleib in der Weltgruppe der besten 16 Nationen. Philipp Kohlschreiber und Philipp Petzschner sorgten am Samstag im Doppel für die 2:1-Führung im Relegationsspiel in der Dominikanischen Republik. Kohlschreiber und Petzschner gewannen 6:3, 6:2, 6:3 gegen Victor Estrella Burgos und José Hernandez-Fernandez. Im ersten Einzel am Sonntag trifft Kohlschreiber im Vergleich der Spitzenspieler auf Estrella Burgos, danach ist bislang Dustin Brown gegen Hernandez-Fernandez vorgesehen. Der am Freitag von Krämpfen geplagte Neuling Brown war im Doppel von Kohlschreiber ersetzt worden.

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Handball, Champions League: Handball-Pokalsieger SG Flensburg-Handewitt ist ein Traumstart in die Champions League gelungen. Das Team von Trainer Ljubomir Vranjes bezwang am Samstag den Königsklassen-Mitfavoriten Paris St. Germain mit 39:32 (21:16) und zeigte eine beeindruckende Reaktion auf die beiden überraschenden Bundesliga-Niederlagen in Wetzlar (21:24) und gegen Melsungen (32:33).

Golf, Solheim Cup: Die glänzend aufgelegte Profigolferin Sandra Gal (Düsseldorf) hat sich an den ersten beiden Tagen des Solheim Cup im heimischen St. Leon-Rot als eifrige Punktesammlerin erwiesen. Die 30-Jährige kam beim Kontinentalduell zwischen Titelverteidiger Europa und den USA bei ihren ersten drei Einsätzen auf 2,5 Punkte und war damit eine der größten Stützen bei der deutlichen 8:4-Führung ihres Teams. Erfolgreicher war zu diesem Zeitpunkt nur die Engländerin Charley Hull mit 3,0 Zählern. Sichtlich Spaß machte Gal vor allem der erste gemeinsame Auftritt mit ihrer deutschen Teamkollegin Caroline Masson (Gladbeck). Das deutsche Duo trennte sich am Vormittag bei der Fortsetzung des am Freitag wegen Dunkelheit abgebrochenen Fourballs von den US-Amerikanerinnen Gerina Piller/Brittany Lang mit einem Remis. Anschließend gewann Gal an der Seite der Schottin Catriona Matthew wie am Vortag ihren Foursome, dieses Mal mit 1 auf gegen Angela Stanford/Brittany Lincicome.

Basketball, EM: Litauen steht wie vor zwei Jahren im Endspiel der Basketball-EM. Im Halbfinale von Lille feierten die Balten einen schwer erkämpften 67:64 (35:34)-Sieg über Vizeweltmeister Serbien und spielen gegen Spanien am Sonntag (19.00 Uhr) um ihren vierten EM-Titel. Das Ticket für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro hat der Silbermedaillengewinner von 2013 wie der Finalgegner schon sicher. Die Spanier hatten am Donnerstag in einem Krimi Gastgeber Frankreich geschlagen (80:75 n.V.).

Serbien fand gegen die starke Verteidigung der Litauer, zuletzt 2003 Europameister, nur schwer seinen Rhythmus und lief zeitweise einem zweistelligen Rückstand hinterher (17:28/13. Minute). Ein 9:0-Lauf zum Ende der ersten Halbzeit brachte das Team um Spielmacher Milos Teodosic wieder bis auf einen Punkt heran. Das Spiel hatte wenige Höhepunkte, beide Teams trafen von jenseits der Dreierlinie fast nichts und hatten im Angriff große Schwierigkeiten. Vor den Augen der litauischen Legende Arvydas Sabonis, heute in seiner Heimat Präsident des Basketball-Verbandes, zogen die Balten zwar wieder etwas davon (52:44/32.) - verspielten den Vorsprung aber. Es blieb spannend, Teodosic verkürzte für die Serben 14 Sekunden vor dem Ende mit einem Dreier zum 64:65. Renaldas Seibutis und Mantas Kalnietis trafen auf der Gegenseite jeweils einen Freiwurf, Serbien fand keine Antwort mehr und musste sich geschlagen geben. Bester Werfer der Litauer war NBA-Profi Jonas Valanciunas von den Toronto Raptors (15 Punkte), bei den Serben war Teodosic Topscorer (16).

Das letzte Ticket für die Olympia-Qualifikation hatte sich vor dem Halbfinale Tschechien geholt. Die Mannschaft um den früheren NBA-Profi Jan Vesely gewann das Spiel um Platz sieben gegen Lettland mit 97:70 (57:36) und darf im kommenden Juli an einem vorolympischen Turnier teilnehmen. 18 Teams spielen an drei Orten, nur die Sieger sind in Rio de Janeiro 2016 dabei.