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Turnen - Chemnitz:Pauline Schäfer: Keine persönliche Entschuldigung

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Berlin (dpa) - Die Aufarbeitung der Vorwürfe von Athleten gegen die Chemnitzer Turntrainerin Gabriele Frehse durch den Deutschen Turner-Bund geht der früheren Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer nicht weit genug. "Entgegen den Äußerungen, die ich aus der Presse entnehmen konnte, ist bis heute keine persönliche Entschuldigung seitens des DTB bei mir erfolgt. Niemand hat sich bei einer der Betroffenen gemeldet", sagte die 23 Jahre alte Turnerin, die seit ihrem 15. Lebensjahr am Stützpunkt Chemnitz trainiert, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

DTB-Präsident Alfons Hölzl hatte sich tags zuvor stellvertretend für den Turnsport bei den Athletinnen für das Leid entschuldigt, das sie erfahren haben. Der Deutsche Turner-Bund hatte zugleich mitgeteilt, er halte "schwerwiegende Pflichtverletzungen" für erwiesen. In einer Stellungnahme hatte der Verband die Beendigung des Arbeitsverhältnisses von Gabriele Frehse durch den Olympiastützpunkt Sachsen gefordert. Neben Schäfer hatten auch andere Turnerinnen Frehse vorgeworfen, sie im Training schikaniert, Medikamente ohne ärztliche Verordnung verabreicht und keinen Widerspruch zugelassen zu haben.

© dpa-infocom, dpa:210123-99-143563/2

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