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Türkgücü München:"Ich weiß, dass wir in München stören"

Seit 2016 ist Hasan Kivran Präsident von Türkgücü München. Seitdem ist der Klub bis in die Regionalliga aufgestiegen.

(Foto: Claus Schunk)

Kann ein Münchner Klub seine Heimspiele auch im Ruhrgebiet spielen? Hasan Kivran, Präsident und Investor bei Türkgücü München, spricht über hohe Ziele und die Idee, Spiele im Westen auszutragen.

Interview von Sebastian Fischer und Christoph Leischwitz

Als Treffpunkt hat Hasan Kivran den Bayerischen Hof vorgeschlagen, das berühmte Hotel mitten in der Stadt, um die es im Gespräch gehen soll. Kivran, 53, Präsident und Investor bei Türkgücü München, will mit seinem Klub in diesem Jahr in den Profifußball aufsteigen. Es wäre das erste Mal in der deutschen Fußballgeschichte, dass dies einem von Migranten gegründeten Verein gelingt. Die Mannschaft, in den vergangenen zwei Jahren teuer verstärkt und zweimal aufgestiegen, führt die Tabelle der Regionalliga Bayern mit acht Punkten Vorsprung an. Doch Türkgücü hat weder ein eigenes Vereinsgelände noch eine eigene Spielstätte. In der Hinrunde spielte die erste Mannschaft beim Liga-Konkurrenten SV Heimstetten. In der verbleibenden Rückrunde teilt sie sich nun vorerst das Grünwalder Stadion mit dem TSV 1860 und der U23 des FC Bayern. Ob in München langfristig Platz für drei Profiklubs ist, das kann die Stadt Kivran bislang nicht sagen. Der Unternehmer denkt über Alternativen nach. Er hat große Pläne, die in der dritten Liga längst nicht enden. Er bestellt eine Kanne Tee, dann beginnt er zu erzählen.

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