Thomas Tuchel bei PSG "Thomas bringt eine fantastische Energie"

Thomas Tuchel feiert den Titel mit Thiago Silva.

(Foto: REUTERS)
  • Thomas Tuchel bleibt bist 2021 Trainer von Paris St. Germain.
  • Das ergibt sich aus seiner Vertragsverlängerung bei Frankreichs Meister.
  • Der Deutsche genießt in Paris großes Vertrauen der Bosse.

Für Thomas Tuchel ist es ein wohltuendes Signal inmitten der zunehmenden Kritik und gleichzeitig verbunden mit einem weiterhin klaren Auftrag für die Zukunft: Der aus Katar alimentierte französische Fußballmeister Paris St. Germain hat den Vertrag mit seinem deutschen Trainer vorzeitig um ein Jahr bis 2021 verlängert - weil er an ihn glaubt.

"Thomas bringt eine fantastische Energie in das tägliche Leben des Klubs", sagte Klub-Boss Nasser Al-Khelaifi, dem Tuchel den Champions-League-Titel so bald wie möglich präsentieren soll. In dieser Saison kam das Aus schon im Achtelfinale, es war erneut eine große Enttäuschung in der Königsklasse - dem Wettbewerb, der für PSG den Maßstab darstellt.

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"Ich danke dem gesamten Klub für das Vertrauen in mich und mein Team", sagte Tuchel, der seit dem vergangenen Jahr beim Serienmeister unter Vertrag steht: "Dies verstärkt nur meine Ambitionen, das Team durch harte Arbeit an die Spitze zu bringen. Ich bin sicher, dass das Beste für unseren Verein noch kommen wird." Sicher sollte er auch sein, denn der ehemalige Bundesligatrainer des FSV Mainz 05 und von Borussia Dortmund gewann 2018/19 mit dem Starensemble um Neymar und Kylian Mbappe "nur" die Meisterschaft. Im französischen Pokalfinale verlor Paris gegen Stade Rennes, für die Ansprüche des Hauptstadtklubs eine ungenügende Ausbeute.

Tuchel kämpfte gerade in der Schlussphase der Saison immer wieder mit teaminternen Schwierigkeiten, manche Beobachter fanden zeitweilig, er sei der Aufgabe nicht gewachsen. Zudem gelten Tuchel und PSG-Sportdirektor Antero Henrique nicht gerade als Freunde, und die Wechselgerüchte um Neymar und Mbappe werden wohl auch im Sommer für einige Spannung sorgen. Tuchel will die beiden Aushängeschilder selbstredend am liebsten behalten. "Wenn Sie mich als Trainer fragen, ob ich unbedingt will, dass die beiden bleiben, dann sage ich natürlich ja. Das weiß jeder", hatte der 45-Jährige vor dem letzten Saisonspiel (1:3 bei Aufsteiger Stade Reims) am Freitag gesagt und angefügt: "Aber wenn das nicht klappen sollte, werden wir Lösungen finden."

Der deutsche Fußballlehrer legt die Messlatte auf jeden Fall höher. "Wir müssen uns verbessern, das ist klar", betonte der Ex-Mainz- und Dortmund-Coach, "wir müssen noch mehr Intensität aufbringen. Alles zu geben muss zur Gewohnheit werden. Und wir müssen alle in die gleiche Richtung gehen." Klar ist, dass die Aufgabe für Tuchel nicht leichter wird. Er muss die Extravaganzen seiner sensiblen Stars moderieren, dazu hoffen, dass PSG die Schwächen des aktuellen Kaders durch geschickte Transfers ausgleicht - und vor allem liefern. Eine erneute kolossale Pleite in der Champions League könnte ihm nicht verziehen werden - trotz der Vertragsverlängerung.

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