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TSV 1860 München:Wiedersehen mit Freude

Die Löwen treffen in Mannheim auf ihren früheren Spieler Bernhard Trares. 1860-Coach Bierofka ist dem Waldhof-Trainer dankbar.

19 Minuten und sieben Sekunden lang wird die Anhängerschaft von Drittliga-Aufsteiger Waldhof Mannheim an diesem Montagabend im Heimspiel gegen den TSV 1860 München schweigen. "Mittwochs in Magdeburg, montags daheim gegen München, montags dann wieder in Düsseldorf gegen Uerdingen. Das ist Wahnsinn! Welcher normal arbeitende Mensch soll das alles noch schaffen?" Da trifft es sich gut, dass wenigstens die Spieler der dritten Fußball-Liga nicht normal arbeiten, sondern Profis sind. Und die Profis der Löwen sind zudem "in einer guten Verfassung", wie Trainer Daniel Bierofka ankündigte, "dementsprechend positiv" fahre die Mannschaft nach Mannheim.

Vier Punkte aus den ersten drei Spielen haben die als Abstiegskandidat gehandelten Löwen gesammelt, und auch bei der einzigen Niederlage, in Braunschweig, zeigten sie eine sehr ordentliche Leistung. Zuletzt beim ersten Sieg, der zu Hause gegen Zwickau gelang, überzeugte Aaron Berzel in der Innenverteidigung; er vertrat den gesperrten Kapitän Felix Weber. Nun ist Weber wieder spielberechtigt, und Bierofka hat in seinem kleinen Konsolidierungskader tatsächlich das erste Luxusproblem. "Ich will erst mit beiden Spielern sprechen", sagte Bierofka am Sonntagmittag zu der Personalie, "Aaron hat es gegen Zwickau sehr gut gemacht." Zudem dürfte der 19-jährige Leon Klassen für seine Leistung belohnt werden und wieder im Aufgebot stehen. Klassen gab gegen Zwickau sein Drittliga-Debüt und bereitete nach seiner Einwechslung den Treffer zum 3:0-Endstand vor.

Bei den Mannheimern ist in Bernhard Trares ein ehemaliger Spieler des TSV 1860 als Trainer tätig, der einst unter Werner Lorant den Weg aus der Bayernliga in die Bundesliga mitging. Als die Löwen im vergangenen Sommer die Relegationsspiele um den Drittliga-Aufstieg gegen den 1. FC Saarbrücken zu bestreiten hatten, gab Trares Bierofka Tipps zum Gegner, schließlich spielte Mannheim damals wie Saarbrücken in der Regionalliga Südwest. "Dafür bin ich ihm dankbar", sagte Bierofka, aber allzu weit soll der Dank zumindest an diesem Montag nicht gehen: "Jeder will dieses Spiel gewinnen."