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TSV 1860 München:Ismaik lobt die Sparlöwen

Der Investor des TSV 1860 erteilt dem Nachwuchskurs seine "grundsätzliche Zustimmung" und kündigt einen Besuch in München samt Fantreffen an.

Am Montagabend war es der 19-jährige Linksverteidiger Leon Klassen, der mit einer missglückten Rückgabe zum Torwart das 1:2 des TSV 1860 München in der dritten Fußball-Liga bei den Würzburger Kickers einleitete. Anlässlich dieser Niederlage hat sich nun Investor Hasan Ismaik zu Wort gemeldet, natürlich bei Facebook. Und überraschend hat er nicht den Wunsch geäußert, sofort einen neuen Linksverteidiger aus Brasilien zu verpflichten, sondern mitgeteilt: "Bei aller Enttäuschung sollten wir nicht vergessen, dass sich der Verein in diesem Sommer dazu entschieden hat, das ein oder andere Talent aus dem Nachwuchsleistungszentrum hochzuziehen, weiter auszubilden und zu fördern." Angesichts des aktuellen Kurses sei das "ein Weg", Achtung: "der auch grundsätzlich meine Zustimmung findet".

Ismaik lobt die sogenannten Konsolidierungslöwen bzw. Sparlöwen wie etwa Klassen oder den ebenfalls 19-jährigen Fabian Greilinger? Damit hatte man jetzt nicht gerechnet, wobei er auch anmerkt, dass seine "Ziele mit dem TSV 1860 nach wie vor unverändert bleiben". Nach Meinung des Investors seien aber "alle gut beraten, wenn wir unserer Mannschaft etwas mehr Vertrauen entgegen bringen könnten".

Mit Anhängern seines Vertrauens will sich Ismaik in nächster Zeit treffen, wie er ankündigte: "Demnächst plane ich, nach München zu kommen. Ich werde mich bei dieser Gelegenheit auch mit einigen Fans treffen. Auf diese Begegnungen freue ich mich, denn es sind Menschen, die nicht nur unseren Löwen seit Jahrzehnten die Treue halten, sondern auch mir gegenüber immer fair und respektvoll sind."

Weniger respektvoll war eine geplante neue Fanaktion unter dem Motto: "Am Freitag wird wieder für das Wohle unseres Vereins geklebt". Giesing sollte anlässlich des Pokalspiels gegen Unterhaching mit Aufklebern versehen werden: "Scheiß auf den Scheich*." Als Antwort auf Ismaiks Vorwurf, manche seiner Gegner seien Rassisten, mit der Ergänzung: "*unabhängig von seiner Nationalität, Hautfarbe, Geschlecht, Religion oder sexuellen Orientierung". Die Aktion wurde allerdings kurzfristig offiziell abgesagt.