TSV 1860 München:Zufriedener als nach dem Sieg gegen St. Pauli

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"Ich bin jetzt der Trainer, ich gehe nach den Trainingseindrücken", sagte Fröhling, "das muss man mir zugestehen, dass ich die Elf auswähle." Die Winterzugänge Anthony Annan und Krisztian Simon, die sofort helfen sollten, standen nicht einmal im Kader. Simon sei "sprachlich noch nicht ganz angekommen und sehr sensibel", sagte Fröhling, "wir werden uns diese Woche intensiv damit beschäftigen". Mit der Leistung seiner Mannschaft war Fröhling trotz der Niederlage zufriedener als etwa mit der Darbietung beim höchst glücklichen 2:1 gegen St. Pauli. "Die erste Halbzeit war fußballerisch das Beste, seit ich hier Trainer bin", sagte Fröhling. Er stärkte auch den viel kritisierten Korbinian Vollmann, der angesichts des Stürmermangels in der Offensivzentrale spielen musste. "Ich sage, der Junge hat gut gespielt, mutig, hat sich angeboten, deshalb sind wir öfter nach vorne gekommen", sagte Fröhling.

Leider fehlte ein Vollstrecker, weil Rubin Okotie verletzt ist und Vertreter Stephan Hain nach einer halben Stunde ebenfalls angeschlagen vom Feld gehen musste. "Diesmal hatten wir die Flanken und die Ecken - aber Rubin war nicht da, und Stephan Hain hätte uns auch gut getan", stellte Fröhling fest. Ob der lange verletzte Rodri in Fürth (Freitag, 18.30 Uhr) als Mittelstürmer mitwirken wird, ließ Fröhling offen: "Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir uns nicht die Spieler kaputt machen."

Trotz Infront bleibt eine Lücke von zwei Millionen Euro

ehn Partien sind es ja immerhin noch, in denen die Sechziger dafür sorgen können, dass sie in Liga zwei bleiben. Finanziell ist das laut Rejek möglich, "der 15. März ist natürlich wieder eine Herausforderung, aber nicht das sorgenbringende Thema", meinte er mit Blick auf die Lizenzierung. Der 15. März ist in diesem Fall eine Floskel, weil er auf einen Sonntag fällt - Deadline ist laut Rejek am 16. März um 15.30 Uhr. Einen Teil trägt die Vertragsabschlussprämie von Vermarkter Infront bei, nach SZ-Informationen blieb zunächst dennoch eine Lücke von rund zwei Millionen Euro, die allerdings erst bis Ende Mai wirklich geschlossen sein muss.

Der Klub arbeitet derzeit an unterschiedlichen Modellen, um der DFL bis dahin die erforderliche Liquidität nachzuweisen: Ein Modell basiert auf weiterer Unterstützung durch Investor Ismaik, nach vorheriger Anstellung von Cousin Basha, das legt allein die Logik nahe. Ein anderes soll ohne Ismaik auskommen, würde aber wohl auf Transfereinnahmen bauen. Rejek sagte nur: "Wir sind mit Hasan im Austausch, und da gibt es auch keine Verschlechterung."

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