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TSV 1860 München:Blumen und Punkte

GER, 3.Liga, FSV Zwickau vs TSV 1860 München 03.10.2020 , Zwickau , Stadion Zwickau, GGZ-Arena, GER, 3.Liga, Saison 202

Flankt gegen Zwickau: Löwe Stefan Lex.

(Foto: Karina Hessland/imago images)

Der Trainer Michael Köllner baut vor dem Spiel gegen Lübeck auf hungrige Löwen. In der vergangenen Woche hat ihm eine Aktion seines Klubs besonders gefallen.

Von Johannes Kirchmeier

Nachdem der Trainer Michael Köllner viel vorausgeblickt hatte am Freitagvormittag, wollte er explizit noch einmal einen Dank an seinen Verein für eine Aktion in der vergangenen Woche loswerden. Köllner nahm sich etwas Zeit und erklärte, dass der TSV 1860 München allen Partnerinnen der Fußballer und Trainer einen Blumenstrauß geschickt habe, "das hat mich richtig gefreut", sagte er. Und nicht nur ihn, sondern natürlich auch seine Frau. Der Verein wollte sich damit für die Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten bedanken, in denen Fußballer gerade nicht allzu viel vor die Tür gehen, um Ansteckungen zu vermeiden und so den Spielbetrieb im Fluss zu halten.

Am Samstag steht für die Löwen ja auch schon die nächste Drittliga-Partie an, um 14 Uhr treffen sie auf den Aufsteiger VfB Lübeck. Und neben den Blumen und einer Gratulation an den Pfarrer Rainer Maria Schießler zum 60. Geburtstag, den Köllner im gleichen Atemzug nun eben einen "richtigen Sechzger" nannte, ging es an diesem Vormittag natürlich auch vorwiegend um die Lübecker. "Es wird sicher keine leichte Übung. Wir müssen top performen, um die drei Punkte zu holen", sagte der Coach. Er rechnet aber auch fest damit, dass sein Team auch eine starke Leistung zeigt. Daran ändert auch der mehrwöchige Ausfall des Ersatzinnenverteidigers Niklas Lang (Verletzung am Sprunggelenk) nichts. Denn Köllner beobachtet im Vergleich zum Vorjahr derzeit nämlich noch einmal hungrigere Löwen auf dem Platz. Die Intensität im Training sei deutlich gestiegen: "Die Spieler leisten momentan deutlich mehr und ich habe nicht das Gefühl, dass sie dann am Samstag kaputt sind."

Auch deshalb ist der Coach mit dem Start sehr zufrieden. Nicht nur, weil es der beste Saisonauftakt seit 14 Jahren war, sondern weil es in der Vorsaison auch nur zu drei Punkten in den drei Spielen in Meppen und Zwickau sowie gegen Magdeburg gereicht hat. "Jetzt haben wir sieben Punkte bei identischen Voraussetzungen", rechnete Köllner vor.

Aber dann war da ja noch die Sache mit den Fans: Eigentlich wollten die Löwen zumindest 1500 Zuschauer begrüßen, doch am Freitag kam wegen der hohen Corona-Neuinfektionen in der Stadt die behördliche Absage. Wie auch für Türkgücü, das ebenfalls am Samstag um 14 Uhr im Olympiastadion auf Wehen Wiesbaden trifft.

© SZ vom 10.10.2020
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