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TSV 1860:Ex-Löwenpräsident tritt aus dem Verein aus

TSV 1860 München - Gerhard Mayrhofer

"So lange Herr Ismaik und Herr Basha in diesem Verein sind, bin ich nicht mehr in diesem Verein", sagt Gerhard Mayrhofer.

(Foto: Peter Kneffel/dpa)
  • Gerhard Mayrhofer beendet seine Mitgliedschaft beim TSV 1860 München - und wünscht sich dessen Insolvenz.

Der frühere Präsident Gerhard Mayrhofer tritt aus dem TSV 1860 München aus. Der 53-Jährige kündigt seine Mitgliedschaft, nachdem der Fußball-Zweitligist in seinem Trainingslager in Estepona finanzielle Unterstützung durch Gesellschafter Hasan Ismaik für die kommende Lizenzierung angekündigt und sich dafür bedankt hatte.

"Da hat es mir völlig gereicht", sagte Mayrhofer, "es wird mit dem gleichen Kasperltheater weitergehen, das macht keinen Sinn. So lange Herr Ismaik und Herr Basha (Geschäftsführer und Ismaiks Cousin, d. Red.) in diesem Verein sind, bin ich nicht mehr in diesem Verein."

An den proklamierten Durchbruch im schwierigen Verhältnis zu dem Gesellschafter glaubt er nicht: "Ich befürchte, dass die Zusagen an Bedingungen geknüpft sind, die der Klub nicht erfüllen kann." Ismaik fordert dem Vernehmen nach ein deutlich niedrigeres Budget für die Saison 2016/17, Mayrhofer hält das Sparpotenzial in der Profifußball-KGaA für "weitgehend ausgeschöpft".

Mayrhofer wünscht sich die Insolvenz

In seiner Amtszeit hatte Mayrhofer versucht, den jordanischen Investor Ismaik zu einem Verkauf seiner Anteile zu bewegen. Dies scheiterte, daraufhin trat der Präsident im vergangenen Sommer zurück; sein Nachfolger Peter Cassalette steht nun wieder für den Versuch, mit Ismaik auszukommen.

"Das Verhalten des e.V. finde ich unerträglich", sagte Mayrhofer, "ich kann mit so einer Katzbuckelei nichts anfangen." Der Verein habe "in dieser Konstellation keine Zukunft mehr", meint er: "Der e.V. muss sich hinstellen und zu Ismaik sagen: Es ist jetzt Schluss mit lustig, du kannst gehen." Dass dies wohl die zeitnahe Insolvenz zur Folge hätte, würde Mayrhofer in Kauf nehmen: "Es muss ein Ende mit Schrecken her."

© SZ vom 26.01.2016
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