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Triathlon:Seoul ermittelt wegen Misshandlungen

Ein Skandal um mutmaßliche Misshandlung von jungen Triathletinnen erschüttert viele Menschen in Südkorea. Zwei Triathletinnen unterstützten am Montag bei einer Pressekonferenz im Parlamentsgebäude in Seoul entsprechende Vorwürfe ihrer Teamgefährtin Choi Suk Hyeon aus Gyeongju, die sich Ende Juni im Alter von 22 Jahren das Leben nahm. Ihr Tod löste im Land einen Aufschrei aus. Choi hatte im April beim koreanischen Triathlonverband und beim nationalen Olympischen Komitee Beschwerde eingelegt und ihren Trainer, einen Physiotherapeuten sowie zwei Athleten ihres semiprofessionellen Vereins der südöstlichen Stadt Gyeongju der Misshandlung beschuldigt. Die Verbände wurden jedoch nicht tätig.

Südkoreas Sportminister Park Yang Woo kündigte jetzt an, die Staatsanwaltschaft zu bitten, den Fall zu untersuchen. Dabei soll auch wegen möglicher Vertuschungsversuche ermittelt werden. Die Triathlon-Mannnschaft sei ein "Reich für den Coach und ausgewählte Athleten" gewesen, sagte ein ehemaliges Teammitglied vor Journalisten in Seoul.

© SZ vom 07.07.2020 / dpa

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